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Art. Nr.: 360
Deutscher Maler um 1700
Der heilige Meinrad von Reichenau mit dem Bild Christi des Erlösers, Öl auf Holz, 46 x 39 cm, geschnitzter, vergoldeter Rahmen, (Wo)
Provenienz: österreichischer Adelsbesitz
Meinrad lebte zu Ende des 8. Jahrhunderts im Sülichgau (Württemberg). Er wurde im Kloster Reichenau am Bodensee erzogen und dort zum Priester geweiht. Bald darauf wurde er Benediktinermönch im Kloster Reichenau. Er zog sich um 828 als Einsiedler am Etzel, südlich des Zürcher Sees, zurück, wo er eine Kapelle erbaute. Bis zu seinem Tod lebte er im “Finsteren Wald” am Sihlsee. An der Stelle seiner Klause erhebt sich heute das Benediktinerkloster Einsiedeln. Er war sehr freigebig gegen jedermann, besonders durchziehende Wanderer nahm er in seiner Hütte auf und teilte mit ihnen den letzten Bissen Brot. Einst nahm er zwei Wanderer auf, die sich aber als Raubmörder entpuppten und ihn am 21. 1. 861 erschlugen. Er wurde in Reichenau bestattet, seine Gebeine kamen 1039 nach Einsiedeln.
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