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Art. Nr.: 12
SEBASTIAN ISEPP Nötsch im Gailtal 1884 – 1954 London
WINTERLANDSCHAFT, um 1910 Öl auf Leinwand, 108,5 x 133,3 cm
Signiert links unten: SEBASTIAN ISEPP
Verso: signiert und bezeichnet: Sebastian Isepp | Wald | Ausstellung Winterthur
Sebastian Isepp widmete sich nur während einer kurzen Zeitspanne seines Lebens der eigenschöpferischen Malerei, hat aber dabei mehrere Phasen einer stilistischen Wandlung und intensiven Entwicklung durchgemacht.
Nach dem 1. Weltkrieg wandte er sich dauerhaft dem Restaurieren alter Kunst zu und gab schließlich seine persönlichen künstlerischen Intentionen gänzlich auf. Angesichts seiner Lebensumstände ist daher nur eine geringe Zahl an Werken überliefert, wovon außerdem ein nicht unbeträchtlicher Teil als verschollen gilt. Somit ist das Auftauchen dieser bisher unbekannten, noch nicht dokumentierten „Winterlandschaft“ umso erfreulicher und stellt eine Vervollständigung des bisherigen Œuvreverzeichnisses dar.
Das Gemälde trägt sogar die Signatur des Künstlers, was bei Isepp nur in seltenen Fällen vorkommt. Zusätzlich besitzt es auf der Rückseite einen eigenhändigen Vermerk des Malers, der darauf hinweist, dass es unter dem Titel „Wald“ in Winterthur ausgestellt wurde. Ein namensgleiches Bild findet sich im Katalog der „Gemäldeausstellung von Werken der Künstler des Deutsch-Österreichischen Sonderbundes“, welche der dortige Kunstverein 1920 in Winterthur veranstaltet hatte und bei der sich Isepp neben Robin C. Andersen, Herbert Boeckl, Anton Faistauer, Oskar Kokoschka, Anton Kolig und Franz Wiegele beteiligt hatte.
Besonders in der Darstellung von Winterlandschaften, vor allem von einsamen Wäldern mit ihrer vom Schnee schwer beladenen Vegetation und reduzierten Farbigkeit, hat Isepp eine außergewöhnliche Souveränität und Sensibilität entwickelt, die ihm schon zu Lebzeiten Anerkennung einbrachte und die in der nebenan abgebildeten Waldlichtung eindrucksvoll verdeutlicht wird.
Sigrid Diewald
Literatur: Gerbert Frodl, Elisabeth Brandstötter (Hg.): Sebastian Isepp. Verlag Galerie Welz. Salzburg 2006, vgl. WVZ Nr. 69 (Id.-Nr. 44).
WINTER LANDSCAPE, c. 1910
Oil on canvas, 108.5 x 133.3 cm
Signed (lower left): SEBASTIAN ISEPP
Verso (signed and inscribed): Sebastian Isepp | Wald | Ausstellung Winterthur
Sebastian Isepp only concentrated on his own painting for a short period in his life but during this short space of time went through several stylistic phases and an intensive development. After the First World War he focused all his energies on restoring old art and ultimately gave up his own artistic ambitions entirely. In view of the circumstances of his life, only a small amount of his works has survived and a rather considerable number are missing. As a result, finding this hitherto unknown, as yet undocumented Winter Landscape is all the more gratifying and completes the catalogue raisonné. The painting even has the artist’s signature, which is rare on Isepp’s pictures. In addition there is a handwritten note by the artist on the reverse that this painting was exhibited at Winterthur with the title Wald (Forest). A picture with the same name features in the catalogue of the exhibition Gemäldeausstellung von Werken der Künstler des Deutsch-Österreichischen Sonderbundes, which was held by the art society in Winterthur in 1920. Isepp contributed to this exhibition along with Robin C. Andersen, Herbert Boeckl, Anton Faistauer, Oskar Kokoschka, Anton Kolig and Franz Wiegele.
Isepp developed a mastery and sensitivity in his depictions of winter landscapes, especially secluded forests with vegetation laden with snow rendered in muted colours. He was acclaimed for these even during his lifetime and this forest glade is an impressive example of such winter scenes.
Sigrid Diewald
Literatur: Gerbert Frodl, Elisabeth Brandstötter (Hg.): Sebastian Isepp. Verlag Galerie Welz. Salzburg 2006, vgl. WVZ Nr. 69 (Id.-Nr. 44).
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