Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »
Home

Geschäftsführung

10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Ausstellungskatalog
Gustav KLIMT
Egon SCHIELE

Salzburg World
Fine Art Fair

Sie möchten verkaufen?

Künstlerbiographien
 

Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien, Website öffnen

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Architektur, Bauten und Ruinen
geometrische oder abstrakte Darstellung und Kompositionen

Art. Nr.: 21
ERIKA GIOVANNA KLIEN Borgo Valsugana/Trentino 1900 – 1957 New York
Weiter suchen nach:
  erika giovanna klien
  tempera
  aquarell
  kreide
  kohle
  kinetismus
  avantgarde
  aquarelliert
  charcoal
HÄUSER, 1924

Aquarell, Tempera und Öl über schwarzer Kreide und Kohle auf Leinwand auf Karton, 38,4 x 50,8 - 50,9 cm
Signiert und datiert links unten: 1924 | KLIEN

Mit rhythmischen Straßenansichten hatten vor 1924 Klien und einige an der Entwicklung des „Kinetismus“ beteiligte Studienkollegen formal an die internationale Avantgarde angeschlossen. Im Vergleich dazu wirkt unser Bild mit Häusern aus der Umgebung Wiens - wohl Perchtoldsdorf - beinahe spröde. Linien und Farbfelder erscheinen additiv zusammengesetzt, selbst wo sie von übergreifenden Formen erfasst werden.

Dieses „Addieren“ hat etwas Kindliches, ebenso die Fensterstöcke und -kreuze, die, losgelöst von ihrer architektonischen Fassung und ungeachtet ihrer verschiedenen Positionen, wie auf einer Bildebene zu liegen scheinen. Diese neue Qualität taucht in Kliens Werk auf, als ihr Lehrer Franz Cizek die Absolventin zum Unterricht an der seit 1904 von ihm an der Wiener Kunstgewerbeschule geführten Kinderklasse heranzog.

Der formale „Infantilismus“ machte nicht nur bei ihren Kollegen Schule, sondern ist, angefangen mit den Perchtoldsdorfer Straßenzeichnungen von 1923/24, als inspirierende Auseinandersetzung mit kindlichem Gestalten immer wieder in ihrem Lebenswerk zu beobachten. Ausbrüche aus den formalen Zwängen erstklassigen „Komponierens“ werden für sie umso wichtiger, je mehr Abstraktion und Geometrisierung den Bildgegenstand zugunsten des „Kinetismus“ verfremden.

Die Systematik des Farbauftrags über den farblich kontrastierenden, geometrischen Flächen ist unterminiert. Klien treibt einen hinreißenden Aufwand, lässt teilweise die Vorzeichnung zwischen den Farbtupfen wirken, die Fensterrahmen zwischen Tempera - Malschichten als Aussparung stehen und aquarelliert diese Stellen im gleichen Ton wie das Orange, das „unter“ den blauen Farbtupfen eines Spitzdaches sichtbar wird oder die Drei- und Vierecke füllt, die das Einwirken von Lichtstrahlen auf Architektur signalisieren.
Marietta Mautner Markhof

Literatur: Marietta Mautner Markhof: Erika Giovanna Klien. 1900 – 1957. Katalog zur Ausstellung des Museums Moderner Kunst im Museum des 20. Jh. Wien 1987, vgl. S. 112, Kat. Nr. 93.

HOUSES, 1924
Watercolour, tempera and oil on black chalk and charcoal on canvas laid down on cardboard, 38.4 x 50.8 – 50.9 cm
Signed and dated (lower left): 1924 | KLIEN

Before 1924, Klien and some of her fellow students involved in the development of Kinetic art, had found a formal connection to the international avant-garde in their rhythmic street scenes. In comparison to these, this picture with houses from the surroundings of Vienna, probably Perchtoldsdorf, appears almost to have a broken flow. The lines and planes of colour seem to have been placed together in a piecemeal way, even where they are part of larger forms. This ‘adding together’ has a child-like touch, as do the window frames, which, detached from their architectural framework and paying no heed to their various positions, seem to be strewn across one pictorial plane. This new quality emerged in Klien’s work when she was a trainee teacher for the children’s class that had been set up by her teacher Franz Cizek at the College of Applied Art in Vienna in 1904. This formal ‘infantilism’ not only found a following among her colleagues1, but studying children’s designs provided a source of inspiration in Klien’s work time and again. This started off with the Perchtoldsdorf street drawings of 1923/24.2 Bursting out of the ‘formal corset’ of first-class ‘composing’ became ever more important to her the more abstract and geometric the picture’s subject-matter became, transforming the image into Kinetic art. The systematic application of paint on the geometric planes with contrasting colours has been undermined. Klien used some charming and skilful measures and in some places left the preliminary drawing between the patches of paint, painted around the areas for the window frames in tempera and then filled these in with the same shade in watercolour as the orange that is ‘beneath’ the blue daubs of a pointed roof or fills the triangles and rectangles, indicating sunlight on the architecture.

Marietta Mautner Markhof

Literatur: Marietta Mautner Markhof: Erika Giovanna Klien. 1900 – 1957. Katalog zur Ausstellung des Museums Moderner Kunst im Museum des 20. Jh. Wien 1987.


Preis: nicht vermerkt


Band 11
17 19 21 22 23
ERNST LUD... ERIKA GIO... ERIKA GIO... GUSTAV KL... GUSTAV KL...