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10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Ausstellungskatalog
Gustav KLIMT
Egon SCHIELE

Salzburg World
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Künstlerbiographien
 

Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien

Kaufobjekt
Katalog: Band 11

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Stillleben

Art. Nr.: 35
MAX OPPENHEIMER Wien 1885 – 1954 New York
STILLLEBEN MIT RADIESCHEN, um 1934

Öl auf Leinwand, 33,6 x 46,7 cm
Signiert rechts unten: MOPP.

„Das tägliche Leben“ – unter diesem Titel durchzieht seit den dreißiger Jahren eine Reihe von Stillleben mit Gegenständen des häuslichen Gebrauchs das Werk Max Oppenheimers. Häufig werden, wie auch hier, Gemüse, Rettich oder Radieschen Thema des Bildes. Der Rückzug in die Privatheit, der Reiz des Intimen und Persönlichen bestimmen diese Gemälde als Resonanz auf das Lebensgefühl in den engeren geistigen Grenzen der Ersten Österreichischen Republik der Zwischenkriegszeit. Gefallen an dem Charme der kleinformatigen Kabinettstücke fand der Wiener Verleger Sigmund Rosenbaum (1867-1945), ein Wegbereiter der Wiener Moderne, der unter anderem Egon Schiele unterstützt hatte und in dessen Verlag wichtige Werke des Wiener Jugendstils und 1911 die erste Publikation über Oppenheimer in der von Arthur Roessler herausgegebenen Zeitschrift „Bildende Künstler“ erschienen waren. 1935 ließ er sich von ihm porträtieren. Er erwarb dieses Stillleben, das durch seine spätimpressionistische Duftigkeit besticht, in der vor einem graublauen Hintergrund, der im weitesten Sinne kubistische Elemente aufgreift, auf weißen und braunen Rettichwurzeln ein Bündel leuchtend roter Radieschen mit saftigen grünen Blättern in Aufsicht wie schwebend das Gemälde beherrscht. Oppenheimer liebte solche roten Radieschen, die er immer im Atelier hatte. Noch in New York pflegte er seine Gäste mit den Worten einzuladen „Komm, ich habe herrliche Radieschen!“

Marie-Agnes von Puttkamer

Literatur: Marie-Agnes von Puttkamer: Max Oppenheimer – MOPP (1885 – 1954). Leben und malerisches Werk mit einem Werkverzeichnis der Gemälde. Böhlau Verlag. Wien 1999, S. 276, WVZ Nr. 229.

RADISHES, c. 1934
Oil on canvas, 33.6 x 46.7 cm
Signed lower right: MOPP.

‘Daily life’ was the title for the series of still lifes showing everyday objects that Max Oppenheimer started in the 1930s. He often chose vegetables as a subject, like the white and red radishes in this picture. These paintings reflect the withdrawal into a private domestic world, the charm of an intimate and personal atmosphere and thus resonate with the spirit of the age in the more blinkered intellectual confines of the First Republic during the period between the two world wars.
These charming small-scale cabinet pictures appealed to the Viennese publisher Sigmund Rosenbaum (1867–1945). He helped pave the way for Viennese modernists and supported artists like Egon Schiele. His publishing house issued important Viennese Jugendstil works and in 1911 published the first publication about Oppenheimer in the journal Bildende Künstler edited by Arthur Roessler. In 1935 he commissioned a portrait of himself by Oppenheimer and he also acquired this still life which stands out on account of its post-impressionistic airy lightness. Against a bluey grey background, which uses elements that can be roughly described as cubist, the picture is dominated by a bunch of shining red radishes on white and brown roots with lush green leaves. Viewed from above they seem to be floating in the picture space. Oppenheimer loved these red radishes and always had some in his studio. Even much later on, in New York, he would sometimes invite his guests with the words ‘Come up, I’ve got some beautiful radishes!’.

Marie-Agnes von Puttkamer

Literatur: Marie-Agnes von Puttkamer: Max Oppenheimer – MOPP (1885 – 1954). Leben und malerisches Werk mit einem Werkverzeichnis der Gemälde. Böhlau Verlag. Wien 1999, S. 276, WVZ Nr. 229.




Band 11
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