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Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Landschaft

Art. Nr.: 38
EGON SCHIELE Tulln 1890 – 1918 Wien
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SCHNEE, 1908

Öl auf Karton, 21 x 17,5 cm
Signiert und datiert links unten: SCHIELE | 08
Verso: Signiert und bezeichnet Mitte: Schiele | Egon | Wien | „Schnee“ | (Studie)
Das Gemälde wird in den Nachtrag des Schiele-Werkverzeichnisses von Jane Kallir unter der WVZ Nr. 111a aufgenommen.

Als Schüler des Klosterneuburger Gymnasiums fiel Egon Schiele unliebsam auf, weil er den Unterricht durch Zeichnen störte; doch waren seine Lehrer verständnisvoll genug, ihm zu einer künstlerischen Ausbildung zu raten. 1906 bestand er sechzehnjährig die Aufnahmsprüfung an der Wiener Kunstakademie mit glänzendem Erfolg. Erst jetzt widmete er sich verstärkt der Malerei, vorwiegend Landschaftsdarstellungen. Die anfängliche Detailtreue wich bald einem pastosen Farbauftrag und einer auf großformigen Flächenwerten beruhenden Bildstruktur. Schiele näherte sich damit dem naturalistischen Flügel der Wiener Secession an, in deren Kreisen er willkommenere Anregungen fand als in den historisierenden Traditionen des akademischen Studiums.
Ein exemplarisches Beispiel dafür ist diese spätwinterliche Landschaft. Dem perspektivischen Tiefenzug des Weges wirken die kompakten, horizontal geschichteten Massen der Schneedecke, des aperen Flecks und des dichten Waldes im Hintergrund entgegen, die wiederum eine rhythmische vertikale Gliederung durch die dünnen Baumstämmchen erfahren, deren kahles Geäst vor dem bleiernen Himmel sich zu einem abstrakten linearen Flächenmuster verknüpft. Das Motiv der verschneiten Natur erfreute sich am Beginn des 20. Jahrhunderts in Wien großer Beliebtheit. Die dekorativ stilisierten Winterlandschaften des schwedischen Malers Gustaf Fjaestad waren in der Secession und im Hagenbund zu sehen und beeinflußten Schieles Studienkollegen Sebastian Isepp dermaßen, dass er den Spitznamen "Schneeisepp" erhielt. Durch ihn mag auch Schiele zu diesem Bild angeregt worden sein, das er bereits in seiner ersten Ausstellung 1908 im Stift Klosterneuburg präsentierte.
Edwin Lachnit
Literatur: Jane Kallir: Egon Schiele. The complete works. New York 1998, WVZ Nr. 96.

SNOW, 1908
Oil on cardboard, 21 x 17.5 cm
Signed and dated (lower left): SCHIELE | 08
Verso: Signed and inscribed (centre): Schiele | Egon | Wien | ‘Schnee’ | (Studie)
The painting will be included in the supplement to the Schiele catalogue raisonné by Jane Kallir under No. 111a.

Egon Schiele made a bad impression as a student at grammar school in Klosterneuburg because he disturbed lessons by drawing. His teachers, however, showed enough understanding to advise him to train as an artist. In 1906, at the age of sixteen, he passed the entrance exam to the Vienna Academy with flying colours. It was then that he started painting more and concentrating mainly on landscapes. His initial attention to detail soon gave way to impastos and a composition based on large planes of colour. Schiele thus showed an affinity with the naturalistic wing of the Vienna Secession – it was here that he found more inspiration than in the historicist traditions of academic study.
This late winter landscape is a classic example of this. The path that draws our eye into the picture is counterbalanced by the compact, horizontal sequence of the blanket of snow, the patch with no snow and the dense forest in the background. This in turn has a vertical structure with the thin trunks, their bare branches forming an abstract linear pattern against the leaden sky. The motif of snow-covered nature was very popular at the beginning of the twentieth century in Vienna. The decorative and stylized winter scenes by the Swedish painter Gustaf Fjaestad were on show at the Secession and the Hagenbund and had such an influence on Schiele’s fellow student Sebastian Isepp that he was given the nickname ‘Schneeisepp’ [Snow Isepp]. He could have inspired Schiele to paint this picture, which was first shown at an exhibition at Klosterneuburg Abbey in 1908.

Edwin Lachnit
Literatur: Jane Kallir: Egon Schiele. The complete works. New York 1998, WVZ Nr. 96.

Preis: nicht vermerkt


Band 11
36 37 38 39 40
WILHELM N... WILHELM N... EGON SCHI... EGON SCHI... EGON SCHI...