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Art. Nr.: 168
Alfred Jacob Miller
(Baltimore, 1810–1875) Indianer, signiert und datiert Miller 54, Feder in Braun und Schwarz, über Bleistift, auf Papier, 19,5 x 15,5 cm, am linken Rand l. auf Unterlage fixiert, Passep., gerahmt, (Sch)
Alfred Jacob Miller war zu Lebzeiten vor allem als Landschafts- und Portraitmaler geschätzt. Seinen heutigen Stellenwert verdankt er jedoch
hauptsächlich seinen romantischen Skizzen und Gemälden, in denen er als einer der ersten Künstler den inneren Westen des amerikanischen Festlandes dokumentierte.
Nach einer ersten Lehrzeit bei Thomas Sully in Philadelphia von 1831-1832 sowie einem Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris und der English Life School in Rom von 1833-34 eröffnet Miller sein eigenes Portraitstudio, das ihm jedoch nicht gewünschten Erfolg einbringt. Im Jahre 1837 tritt er einen entscheidenden Wechsel nach New Orleans an, wo er auf den Britischen Armee Offizier William Stewart trifft, der einen Künstler für seine kommende Expedition in die Rocky Mountains suchte, der die Eindrücke der Reise in einigen Skizzen dokumentieren sollte. Die Skizzen sollten als Vorlagen für Ölgemälde dienen, die Stewart als Ausschmückung für sein Schloss vorgesehen hatte. Miller schien ihm der geeignete Künstler für dieses Vorhaben. Während einer sechzehn-monatigen Reise fertige er an die 200 Skizzen in verschiedenen Medien an, einschließlich seiner berühmten Studien von Einsiedlern in den Bergen und Indianern im heutigen südwestlichen Wyoming. Seine lebhaften, soziologischen Beschreibungen vom Alltagsleben der Indianer verschafften Miller einen besonderen Platz in der Geschichte der amerikanischen Kunst.
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