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Art. Nr.:
Gerhard Richter (Waltersdorf/Oberlausitz 1932 geb.)
Ohne Titel
Acryl über Langspielplatte, Unikat
Dm. 30 cm
Rückseitig signiert, datiert und nummeriert: G. Richter 84 25/100
Provenienz: Österreichische Privatsammlung
In der Rezeption von Gerhard Richters Werk wird oft betont, in welch hohem Maße sein Œuvre voller Widersprüche und Diskontinuitäten erscheint: Zwischen fotorealistischen Naturdarstellungen, den unscharfen Gemälden nach Fotografien und Gemälden höchster Abstraktion bis hin zu Glas- und Spiegelobjekten bzw. Installationen. Diese Elemente finden sich nicht nacheinander als Entwicklungsstränge des Werks. Richter greift diese unterschiedlichen Vorgehensweisen immer wieder auf. Was dieses Werk zusammenhält, ist Richters forschende und experimentierende Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Es geht um die mit den Augen wahrgenommene, die mit der Kamera fotografierte, die gespiegelte, die im Glas transzendierte und auch um die malerisch inszenierte Realität. Gerade diese vielfältige Befragung der Medien moderner Kunst nach der Wirklichkeit wird als der eigentliche Kern seines Œuvre angesehen. In Gerhard Richters Spiegel- und Glasobjekten geht es z. B. um die autonome mechanische Wirklichkeit der Spiegelung (das irritierende „Spiel“ von Seitenverkehrung usw.). Gleichzeitig integrieren sie Betrachterin und Betrachter in das Werk und machen sie zu Akteuren im Bild, plädieren gegen die Idee des „autonomen Kunstwerks“. Andererseits knüpft Richter z. B. mit seinen Meeresansichten an Positionen der Romantik an.
„Ich verfolge keine Absichten, kein System, keine Richtung, ich habe kein Programm, keinen Stil, kein Anliegen", sagt der Künstler über sein Werk. Aber auch: „Nachdem es keine Priester und Philosophen mehr gibt, sind die Künstler die wichtigsten Leute auf der Welt.“
Schätzpreis: von € 15.000,00 bis € 25.000,00
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