|
Art. Nr.: 39
Erich Heckel (1965)
"Selbstbildnis"
Farbholzschnitt, 53,5 x 38,5
sign., ger., num: 43/200
Künstlerinfo im Textteil des Katalogs
Spender: Ketterer Kunst
Erich Heckel
(* 31. Juli 1883 in Döbeln (Sachsen), † 27. Januar 1970 in Radolfzell am Bodensee) war ein deutscher Maler des Expressionismus. Erich Heckels Werk erstreckt sich über sechs Jahrzehnte. Der Stil seiner frühen, pastosen Bilder ist angeregt von van Gogh und dem französischen Postimpressionismus. Ab 1908/09 ist ein Übergang zu einer flächigen Malerei mit flüssigen Farben festzustellen. Um 1910 ist ein ausgeprägter Gruppenstil erreicht, der aber bis zur Auflösung der „Brücke“ zugunsten von Bildlösungen wieder aufgegeben wurde, die dem eigenen Temperament eher entsprechen. Die reinen Farben werden gebrochen, die Formen verwinkelt. Ein Bedürfnis nach psychologischer Durchdringung der Figuren ist zu spüren. In der Druckgraphik (Holzschnitte, Lithographien und Radierungen) fand Heckel schon sehr früh zu hoher Eigenständigkeit. Einige seiner Holzschnitte zählen zu den stärksten Leistungen des deutschen Expressionismus. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich bei ihm eine neue, weltzugewandte Klassizität, die mit größerer Naturnähe und einer Aufhellung der Palette einhergeht. Der Bildaufbau verfestigte sich, das bildmäßig durchgearbeitete Landschaftsaquarell wird zur bevorzugten Gattung. Städte- und Hafenbilder entstehen. Daneben entwickelte er kontinuierlich das Thema der Akte am Strand bis in die 1930er Jahre. Außerdem fertigt er in dieser Zeit Blumenstillleben mit komplexen Bildhintergründen. Im Spätwerk merkt man wieder eine stärkere Konzentration auf die Flächigkeit des Bildes, eine weitere Dämpfung des Kolorits. Die ornamentale Autonomie des Bildes erhält mehr Gewicht gegenüber der Wiedergabe des unmittelbaren Seherlebnisses.
Schätzpreis: € 1.500,00
|