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Art. Nr.: 130
Günther Uecker *
(Wendorf 1930 geb.) “Weiße Spirale”, rückseitig betitelt, signiert, datiert Uecker 83 sowie mit Richtungspfeil versehen, Acryl über Nagelung auf Leinwand auf Holz, 120 x 120 cm, (PP)
Provenienz:
Privatsammlung, Schweiz; Marlies Fischer-Zöller, Düsseldorf; Privatsammlung, Europa
Der quadratische Holzkasten ist mit Leinwand bespannt. Durch schräg eingeschlagene Nägel kann Bewegung ins Spiel gebracht werden. Ströme können angeordnet werden, einen rechts laufigen im vorliegenden Fall. Farbflecken unterstreichen den Zug. Dieser Bewegungsrhytmus wird auch über die Ränder weitergeführt, sodass die Spirale immateriell über das Quadrat der Bilder hinauszuführen scheint. Der ganze Körper arbeitet mit. Der künstlerische Akt als Wechselspiel geistiger und sinnlicher Erfahrungen: ”Die Abstände der Nägel ..., die ich ja als Lichtartikulationsmittel benutze, hatten ihren Ursprung in den Verhältnissen meiner Hände. Die Dicke meiner Finger waren die Abstände meiner Nägel. Der Zwischenraum war die Proportio meiner Hand. Die Handlichkeit eines Objekts stand immer in Beziehung zu den körperlichen Dimensionen ... so stand eigentlich die menschliche Figur, auch wieder transmutierend, immer bei mir im Mittelpunkt ...”
(zitiert nach: Ausstellungskatalog: Uecker, Wilhelm-Hack-Museum und des Kunstverein Ludwigshafen am Rhein, 1987, Seite 35)
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