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Art. Nr.: 1152
MARC TOBEY
Phantoms of the memory.
Leim und Tempera auf dünnem gelblichen Papier. (19)60. Ca. 17 : 24,5 cm. Rechts unten signiert und datiert.
Alles, was Tobey schuf, ging auf Naturerfahrung, Naturanschauung zurück, so abstrakt es auch scheinen mag. Dabei hat sich seine Arbeit - je länger desto mehr - auf kleine, ja kleinste Bildflächen zurückgezogen, nicht ohne dabei zusehends reicher, inhaltsträchtiger zu werden. Tobey webt ein kammermusikalisches Geflecht dichter Beziehungen, reich an Einfall und Erfindung, an Spannung und thematischer Vielfalt. Dergleichen entsteht nur aus geduldiger Arbeit, aus hingebungsvoller Kontemplation, aus Ehrfurcht vor dem Detail, noch im Überfluss. Tobey selbst bekannte einmal, dass er die Bilder nicht 'baut' sondern 'schreibt'. Damit schließt Tobey sich in seinem Schaffen deutlich an Fernöstliches an, das ihn während vieler Aufenthalte in China und Japan sowie durch das Studium der ostasiatischen Kunst, Literatur und Philosophie geprägt und beeinflusst hat. Farbfrisch und in insgesamt sehr guter Erhaltung. Von einer früheren Unterlage abgelöst, zwei winzige Risse am rechten und am unteren Rand sorgfältig restauriert.
Ausstellung: Rétrospektive Mark Tobey, Musée des Arts décoratifs, Paris 1961, Kat.-Nr. 242.
Provenienz: Galerie Beyeler, Basel, Inv.-Nr. 3214.
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