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Auktionskalender

Ketterer Kunst GmbH & Co KG, D-81675 München, Website öffnen

ACHTUNG - die Auktion fand bereits am 04./05.06.2008 statt! Etwaige Nachverkaufsstücke erfragen Sie bitte direkt beim Auktionshaus Ketterer.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 06. 2008 - 04. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)
Genre

Art. Nr.: 258
Marc Chagall, 1887 Witebsk - 1985 Saint-Paul-de-Vence
Das Lied der Lieder. 1975.

Farblithografie, ausgeführt von Charles Sorlier unter der Leitung von Marc Chagall.
Sorlier CS 47. Signiert und nummeriert. Im Stein typografisch bezeichnet "Ch. Sorlier Grav. Lith.". Exemplar 90/200. Auf Velin von Arches (mit Wasserzeichen). 51,8 : 44 cm (20,3 : 17,3 in). Papier: 70,5 x 53,5 cm (27,8 x 20,9 in).

Diese Komposition wurde als Plakat zur Werbung für das Nationalmuseum "Message Biblique Marc Chagall" in Japan verwendet. Grundlage für das Motiv ist der linke Bildteil eines Entwurfs von Chagall zu dem Gemälde "Das Lied der Lieder III." [KD]
Guter Gesamteindruck. Minimal geblichen. Kaum merklich gebräunt und mit einzelnen, unbedeutenden Braunfleckchen. Linke untere Ecke mit zwei minimalen Knickspuren. Oberrand verso mit kleiner, oberflächlicher Papierausdünnung.
Die Studienzeit verbringt Chagall zunächst in Witebsk, anschließend an der Petersburger Akademie bei Leon Bakst, der ihn auf Cézanne, van Gogh und Gauguin hinweist. Diese Einflüsse werden abgelöst von kubistischen und fauvistischen Tendenzen, die Chagall ab 1914 während eines vierjährigen Parisaufenthaltes zunehmend in seine Arbeit miteinbezieht. Seinen eigenen Stil - motivisch eine irreale Kombination symbolischer Bildmotive, bestehend aus jüdisch-religiös geprägten Kindheitserlebnissen und russischer Volkskunst, gepaart mit traumhaften Elementen und dem Einfluss der in Paris entdeckten modernen Kunst - entwickelt Chagall erst nach seiner Rückkehr nach Russland. In Witebsk gründet er 1919 eine Kunstschule und wird deren Direktor. Im selben Jahr übernimmt er die Ausstattung des Jüdischen Theaters in Moskau. 1922 verlässt Chagall endgültig Russland und geht über Berlin, wo die ersten grafischen Blätter, Radierungen zu der Autobiografie "Mein Leben", entstehen, nach Frankreich zurück. 1923 in Paris angekommen macht Chagall die Bekanntschaft mit dem Kunsthändler Vollard, der die Buchillustration des Werkes "Die toten Seelen" von Gogol in Auftrag gibt. Nach weiteren 100 Radierungen zu La Fontaines "Fabeln" entstehen ab 1930 die Bibelillustrationen, insgesamt 105 Blätter. Ausgedehnte Reisen führen den Künstler in diesen Jahren nach Palästina, Ägypten, Holland, England und Spanien. 1941 flieht Chagall in die USA, wo er die folgenden sechs Jahre lebt. Er entwirft in dieser Zeit Bühnenbilder für Ballettaufführungen von Tschaikowsky ("Aleko") und Strawinsky ("Feuervogel"). Nach einer großen Ausstellung im Museum of Modern Art 1946 kehrt der Künstler 1950 nach Frankreich zurück. Einige Großaufträge unterbrechen sein beschauliches Leben in Vence: Für verschiedene öffentliche Bauwerke wie z.B. die Kathedrale von Metz (1958), die Synagoge der Hadassah-Universitätsklinik bei Jerusalem (1960), oder das Haus der Vereinten Nationen in New York (1964) entwirft Chagall Glasfenster. Für die Pariser Oper wird ihm ein Deckengemälde in Auftrag gegeben. Als dieses 1964 fertiggestellt ist, beginnt Chagall mit Wandgemälden in der Metropolitan Opera in New York, die 1967 eingeweiht werden. Das umfangreiche Werk Chagalls umfasst darüber hinaus noch die Bereiche der Keramik und Plastik, in denen sich der Künstler ab 1950 versucht.
Schätzpreis: € 16.000,00
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HIGHLIGHTS
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Marc Chag...