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Art. Nr.: 149
Ferdinand Hodler
Ferdinand Hodler (1853 Bern oder Gurzelen - 1918 Genf). Das Gebet in der Kathedrale in St. Pierre, Genf. Um 1882 Öl auf Leinwand , auf Malpappe aufgezogen.Bender I 132. Loosli 1018. Rechts unten signiert und (nachträglich) datiert '1885'. Verso handschriftlich datiert und bezeichnet 'Intérieur de St. Pierre'.24,6 x 31,6 cm (9,6 x 12,4 in). Expertise: Die Authentizität der vorliegenden Arbeit wurde von Herrn Paul Müller, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich, mündlich bestätigt. Sie ist dort unter der Archivnummer 1877 inventarisiert Provenienz: Sammlung Louis S. Günzburger, Genf (verso mit dem Stempel).Galerie Moos, Genf (verso mit den Stempeln und dem Etikett).Sammlung Arthur Stoll, Corseaux (seit 1954).Privatbesitz Schweiz. Ausstellung: Auktion der Sammlung Louis S. Günzburger, Helbing, München, 1913, Los 43 (mit Abb.).Exposition Ferdinand Hodler, Galerie Moos, Genf 1918, Nr. 34 (verso mit den Stempeln und dem Etikett).Gedächtnis-Ausstellung Ferdinand Hodler, Kunsthalle, Basel 1919.Eventuell: Hodler-Gedächtnis-Ausstellung, Kunstmuseum, Bern 1921, Nr. 155.Galerie Bollag, Zürich, Auktion 28, November 1924, Los 101 (mit Abb.).Kunstwerke aus der Sammlung Arthur Stoll, Galerie Kornfeld und Klipstein, Bern, Auktion 146, 18. November 1972, Los 93, mit Abb. (verso mit dem Etikett). Hans Mühlestein/Georg Schmidt, Ferdinand Hodler 1853-1918. Sein Leben und sein Werk, Erlenbach 1942, S. 203.Hans A. Lüthy/Jura Brüschweiler, Sammlung Arthur Stoll, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (Hrsg.), Zürich 1961, Nr. 334 (mit Abb.).1867 beginnt Ferdinand Hodler seine künstlerische Ausbildung bei dem Landschaftsmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Nach Beendigung des Lehrverhältnisses geht der junge Künstler 1871 nach Genf, um die dortige Kunstschule zu besuchen. Dort kommt er in Kontakt mit den Werken von Courbet, Ingres, Delacroix und Corot. Sein Lehrer Barthélemy Menn erkennt sein Talent und ermutigt ihn zur Teilnahme am jährlichen Wettbewerb der Société des Arts. Zwischen 1874 und 1895 gewinnt Hodler mehrfach Preise, obwohl seine Kritiker ihm immer wieder die rustikale Härte seiner Bilderfindungen vorhalten. Anfang der 1880er Jahre beginnt Ferdinand Hodler sich mit der Darstellung religiöser Handlungen in Sakralbauten zu beschäftigen. 1882 erhält der Maler die Erlaubnis der Genfer Behörden, in der Stadtkathedrale zu malen. Die dargestellte Andacht in der Kathedrale St. Pierre entsteht vermutlich noch im selben Jahr und wird erst später von Hodler irrtümlicherweise auf das Jahr 1885 datiert. Es existieren noch zwei weitere Fassungen dieser Ansicht, die nun im Hochformat mit dem Chorgewölbe abschließen. Arbeiten von vergleichbarer Qualität befinden sich heute im Besitz der Kunstmuseen in Bern und in Winterthur. Mitte der 1880er Jahre wendet sich Hodler von seinem ehemals realistischen Stil ab und einer flächenhaften Symbolsprache zu. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 wird er für sein Gemälde 'Der Tag' mit der Goldmedaille ausgezeichnet. 1916, zwei Jahre vor seinem Tod, wird ihm in Anerkennung seiner Verdienste eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf verliehen. [ME] Guter Gesamteindruck. Unterer Bildbereich, vor allem die linke untere Ecke mit geringfügigen Farbverlusten, teils restauriert. Rechte untere Ecke mit winziger Farbabplatzung. Partiell mit unbedeutendem Craquelé.
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