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VORBERICHT

Auktion am 24./25.10.08
Modern Art / Kunst nach 45

VORBERICHT

Auktion am 25.10.2008
Alte und Neuere Meister / Maritime Kunst
 
 
Auktionskalender

Ketterer Kunst GmbH & Co KG, D-81675 München, Website öffnen

ACHTUNG - die Auktion fand bereits am 04./05.06.2008 statt! Etwaige Nachverkaufsstücke erfragen Sie bitte direkt beim Auktionshaus Ketterer.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 06. 2008 - 04. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)

Art. Nr.: 379
Jörg Immendorff
Jörg Immendorff (1945 Bleckede bei Lüneburg - 2007 Düsseldorf). Malertod. 1990 Bronze mit brauner und grüner Patina. Auf Bronzesockel. Mit dem Namenszug des Künstlers, der Datierung '90', der Nummerierung und dem Gießerstempel 'Kayser Düsseldorf'. Exemplar 1/6. 80 x 60 cm (31,4 x 23,6 in). Sockel: 68 x 29,7 x 30 cm (26,7 x 11,6 x 11,8 in). Vorbesichtigung der Arbeit nur bei Ketterer Kunst HamburgProvenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen. Immendorff studiert 1963/64 zunächst Bühnenkunst an der Düsseldorfer Kunstakademie und wechselt dann in die Klasse von Joseph Beuys. Angeregt durch seinen Lehrer verfasst er mehrere Manifeste und initiiert diverse künstlerische und politische Aktionen. Am bekanntesten wird das 'Lidl'-Projekt 1968-70: Kunstaktionen, Happenings und Debattenrunden, die dem politischen Flügel der Fluxus-Bewegung zuzuordnen sind. 1977 wendet sich Immendorff, angeregt vor allem von den Werken Renato Guttusos, verstärkt der Malerei zu. Mit der politisch und gesellschaftskritisch engagierten Bildserie 'Café Deutschland' gelingt ihm der internationale Durchbruch. Daneben ist er auch im Bereich Kunstpädagogik tätig und unterrichtet 1971-80 als Kunsterzieher an der Lindemann-Hauptschule in Düsseldorf. In den 1980er Jahren nimmt der Künstler mehrere Gastprofessuren an internationalen Universitäten an: 1981 an der Kunsthochschule in Stockholm, 1982 an der Akademie der bildenden Künste in Hamburg und der 'Klasse F+F' in Zürich sowie 1984 an der Werkschule in Köln und der Akademie der Bildenden Künste in München. Hatte Immendorff in seiner Skulptur 'Sieger' von 1989 die Arme noch im Triumph emporgereckt und damit auch seiner Krankheit trotzig die Stirn geboten, so zeigt die Bronze 'Malertod' von 1990 eine veränderte Situation: Der Künstler streckt noch immer seine Arme aus, doch nun, um sie vor dem eisernen Griff der riesenhaften Faust zu bewahren, die ihm den Leib zu zermalmen droht. Offensiv setzt sich der Künstler in dieser Arbeit mit seiner fortschreitenden Muskelerkrankung auseinander, die seine Arbeit in zunehmendem Maße einschränkt. Der kämpferische Wille Immendorffs bleibt dennoch ungebrochen. Der Maler umklammert den Pinsel mit derselben unbeugsamen Kraft, mit der die Krankheit ihn gefangen hält. Seit den siebziger Jahren ist Immendorff auf wichtigen Ausstellungen präsent. 1972 und 1982 ist der Künstler auf der documenta in Kassel vertreten, 1976 auf der Biennale von Venedig und 1983/84 auf der großen Wanderausstellung 'Expressions: New Art from Germany'. 1997 sind seine wichtigsten Werke auf der Ausstellung 'Deutschlandbilder: Kunst aus einem geteilten Land' in Berlin zu sehen. Große Einzelausstellungen finden u.a. in New York, St. Petersburg, Peking, Köln und Chicago statt. [ME] In guter Erhaltung. Vereinzelt mit wenigen unbedeutenden Oxydationsspuren.
Ausrufungspreis: € 50.000,00
Weitere Infos beim Auktionshaus...


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