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Art. Nr.: 1006
Johann Georg SCHWANTHALER
(Aurolzmünster 1740 - 1810 Gmunden) Paar Reliefs Holz, geschnitzt, ungefasst; Darstellung der Anbetung Christi durch die Hirten im Stall sowie der Kreuzabnahme Christi, beide im Dreiviertelrelief; beide Tafeln mit geritzter Signatur links unten: Joh. Georg. / Schwanndaller. / Sculpsit. et. In. / venit; spätere Rahmung hinter Glas; 33,5 x 25 cm (ohne Rahmen)
Provenienz: Deutscher Adelsbesitz
"Bei der Schwanthalerausstellung 1974 im Augustinerchorherrnstift in Reichersberg wurden ähnliche, zum Teil signierte und datierte Reliefs ausgestellt: Eine Anbetungen Christi durch die Hirten (Kat. Nr. 258 ) ist im Besitz des Zisterzienserstiftes Schlierbach und eine Kreuzabnahme (Kat. Nr. 249) befindet sich im Benediktinerstift Kremsmünster.
Die beiden zu beschreibenden Reliefs zeigen die besondere Reliefschnitzkunst des Spätwerkes Johann Georg Schwanthalers, der sich in seiner Ausdrucksweise dem Klassizismus nähert und durch unterschnitzte Körperteile die Figuren aus der Fläche heraustreten läßt.
In der Anbetung zeigt Maria ihr Kind voll mütterlichem Stolz den Besuchern. Sie legt das Christuskind behutsam in die Krippe und blickt ahnunsgsvoll in die Ferne. Die Hirten sind sehr ausdrucksstarke bäuerliche Typen verschiedenen Alters. Bescheiden hält sich Josef im Hintergrund der Szene. Eine seltene Darstellung ist der kleine Hirtenknabe, der aber in späteren Volkskrippen im Salzkammergut als "Vada laß mi a mitgeh" bezeichnet wird. Über der Gruppe schwebt der Gloriaengel.
Bei der Kreuzabnahme kommt die tiefe Trauer und Betroffenheit von Josef Arimathia und Nikodemus und den drei Marien (ev. Johannes?) sehr gut zum Ausdruck. Der Faltenwurf ihrer Gewänder ist fein gezeichnet. Der klassizistisch geformte Korpus Christi ist anatomisch richtig dargestellt. Die untergehende Sonne ober dem Felsen mit den Akantusblättern betont die düstere Atmosphäre.
Schätzpreis: von € 50.000,00 bis € 100.000,00
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Antiquitäten 15.10.
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