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Anbieter: Karl & Faber Kunstauktionen GmbH, D-80333 München

ACHTUNG! - die Auktion fand bereits statt. Innerhalb eines Zeitraums von bis zu zwei Monaten nach einer Auktion können Kunstwerke, die in der Auktion nicht zugeschlagen wurden, zum Limitpreis erworben werden.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 12. 2008 - 05. 02. 2009

Katalog: Katalog zur
Jubiläumsauktion

Kapitel: 19. Jahrhundert

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Kunst des 19. Jahrhunderts

Art. Nr.: 402
WILHELM VON KOBELL
Weiter suchen nach:
  19 jahrhundert
  wilhelm von kobell
  aquarell
  skizzen
Hirte mit Lastentieren im bergigen Weideland., 1788

Vgl. Wichmann 41.
Schönes, in einer ausgewogenen Mischung aus kühlen Blau- und erdigen Brauntönen gehaltenes Aquarell, in dem die oft dramatische Gestaltung ganz früher Arbeiten einem liebevoll beobachtenden Naturalismus gewichen ist. Es existiert eine vergleichbare Arbeit auf Leinwand (W 41) aus dem Jahr 1788, die Rückschlüsse auf die Datierung dieses Blattes zulässt. Meisterhaft gelingt es Kobell, die Komposition aus dem Bildmittelgrund zu entfalten; durch komplizierte Überschneidungen verschmilzt er Figuren und Lastentiere zu einem harmonischen Ganzen und lässt den Hirten als Repoussoirmotiv fungieren, der zum Blick über die sanfte Hügelkette des Voralpenlandes einlädt. Der unermüdliche Zeichner Kobell hatte in zahlreichen Studien und Skizzen immer wiederkehrende Motive, Figuren und Situationen festgehalten, deren Verwendung auch hier zum Einsatz kamen: U.a. die Darstellungen des Hundes (vgl. Wichmann 49, 178, 808), des Lastenpferdes (vgl. Wichmann 132, 207-209,387), der Kühe (vgl. Wichmann 217) oder des Esels (vgl. Wichmann 229).
Leicht wellig, wohl durch den nachträglich aufgetragenen Firnis; kleinere ausgedünnte Stellen im Bereich des linken Randes; außerhalb der ersten Einfasssungslinie etwas fleckig; verso in den Ecken Klebereste alter Montage.
Wir danken Prof. Dr. Siegfried Wichmann, dem die Arbeit im März 2007 vorlag und der die Echtheit des Blattes mündlich bestätigt hat., Aquarell, teils gespritzt, auf Pergament. (Um 1788). Ca. 37,5 : 33,5 cm. In einem der Stoffballen monogrammiert und bezeichnet n° 9. Gerahmt.
Schätzpreis: von € 9.000,00 bis € 11.000,00



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