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Art. Nr.:
VÖSENDORF, 1965
GUSTAV HESSING Czernowitz (Bukowina) 1909 – 1981 Wien
Öl auf Leinwand, 51 x 66 cm
Signiert links unten: Hessing
Verso monogrammiert und datiert: G.H. 65
In den späteren Arbeiten Hessings ist eine Veränderung der Farbpalette zu bemerken. Die Farben werden heller, leuchtender und klarer, der Farbauftrag lockerer und tendiert in Richtung eines Flächenmusters, im Sinne einer ganz eigenen Interpretation des Pointillismus. Der Künstler setzt Farbflecken nebeneinander und übereinander und lässt dazwischen immer wieder den weiß grundierten Bildgrund frei, sodass dieser mit zum bildbestimmenden Element wird.
Die Komposition der Farbflecken und die Gewichtung der Farbwerte lässt keinen Zweifel über die räumliche Situation aufkommen, wenngleich sich farb- und formgleiche Flecken in Himmel und Bildvordergrund finden. Das Bild erhält dadurch eine eigene Dynamik, eine Bewegtheit vor allem in den Randzonen, die mit der ruhigen Statik der Häuserzeilen im Bildmittelgrund kontrastiert wird.
In jedem Farbelement des Bildes spürt man die Liebe des Künstlers zur Natur, die er in der Umgebung Wiens sucht. Eine Natur, deren Zerstörung durch Verbauung und Urbanisierung er bedauert und anprangert. Eine Natur, der durch den menschlichen Eingriff das Gleichgewicht verloren geht, das man in den Malereien Hessings aber wiederhergestellt sieht.
Preis: nicht vermerkt
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