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Art. Nr.:
Altstadthäuser, 1923
WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY Innsbruck 1898 – 1956 Innsbruck
Tempera und Bleistift auf Papier, 258 x 431 mm
Datiert rechts unten: 5. April 1923
Neben den bekannten Berglandschaften und Bauernhöfen arbeitete Prachensky bis in sein Spätwerk immer wieder an Stadtbildern. In der Zeit um 1920, seiner expressionistischen Periode, konzentriert er sich dabei auf die Inn- und Donaustädte in Reichweite. Zwischen Linz, Rattenberg, Hall und Innsbruck entstanden so markante und dem expressionistischen Formwillen kongenial antwortende Bilder der Grabendachlandschaften, Erker und engen Gassen. Neben dem offensichtlichen Einfluss Schieles in der Draufsicht, in der gedämpften Farbgebung und im ruppigen Pinselauftrag bietet Prachensky in diesen Bildern jedoch durchaus auch Selbständiges: Denn die gebauten Formen sind ihm nicht bloß subjektive Symbole wie sie es für Schiele waren, sondern eher objektive, die seiner heimatlichen Lebenswelt die Strukturen vorgaben. Diese intuitive Erkenntnis hat Prachensky in der Folge geradezu wissenschaftlich verfolgt, in immer neuen Beschreibungen des charakteristischen Formenvokabulars. In Passau befasste sich zu dieser Zeit auch Georg Philip Wörlen mit ähnlichen Themen, in Innsbruck sein Freund Clemens Holzmeister, der alsbald daraus gebaute Architektur machte.
Preis auf Anfrage:
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