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Art. Nr.:
FELBERTAL, 1929
KARL STERRER Wien 1885 – 1972 Wien
Öl auf Leinwand, 66 x 84 cm
Signiert und datiert rechts unten: K. STERRER 1929
die letzten 100 jahre österreichischer kunst wurden 1998 in der bonner kunsthalle beeindruckend inszeniert. in diesem forum der besten stach karl sterrer als großer landschafter heraus.
1885 in wien in einer künstlerfamilie geboren, half er schon als knabe seinem vater, einem bildhauer, mit meisel und hammer. er studierte aber malerei, bei delug und griepenkerl, die in die weltgeschichte eingingen als sie hitler die aufnahme in die akademie wegen talentlosigkeit verweigerten.
1908 wurde sterrer als größte begabung der schule mit dem rom-preis (pour le merit der malerei) ausgezeichnet.
mit diesem geld verreiste er für ein paar jahre nach italien, wo er in capri, el dorado der künstler, hängen blieb; bald allerdings in armseligsten verhältnissen.
1913 kam der umschwung mit der internationalen kunstausstellung im münchner glaspalast, wo er u.a. mit rumpler und klimt ausstellte. die renommierte zeitschrift „jugend“ nahm ihn für eine serie von bildern unter vertrag.
diese lichtvolle landschaft, im spannungsfeld von grün und blau, ist charakteristisch für seinen stil in den zwanziger jahren, als er im zenit seiner schaffenskraft stand. er verstand es, das naturbild dermaßen zu vereinfachen und zu steigern und dadurch wird der eindruck erweckt, das felbertal zum ersten mal zu erleben.
1921 wurde er als professor an die akademie berufen. 1926 vertrat er gemeinsam mit schiele österreich auf der biennale in venedig. 1929 feierte er im carnegie institute in pittsburgh erfolge. später wurde er gemeinsam mit henri matisse als juror berufen.
einige seiner schüler bewahrten ihm ein rühmendes angedenken – vor allem max weiler. in seiner großen biographie von gottfried boehm wird sterrer ein eigenes kapitel gewidmet.
Preis auf Anfrage:
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