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Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Bergwelt
Landschaft

Art. Nr.: 23
LANDSCHAFT IM GAILTAL, 1943
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ANTON MAHRINGER Neuhausen bei Stuttgart 1902 – 1974 Villach

Öl auf Leinwand, 62 x 52 cm,
Signiert Mitte unten: Anton Mahringer

Von einem leicht erhöhten Standpunkt eröffnet der Künstler dem Betrachter einen weitläufigen Blick von einer Talsohle mit angedeuteten Feldern über malerisch auf einem Hügel liegende Bauernhäuser bis hin zur fernen Gebirgskette der Gailtaler Alpen. Der bewußt gewählte Landschaftsausschnitt liegt nahe bei Mahringers damaligem Wohnort Labientschach in seiner Wahlheimat Kärnten. Der Bildraum wird durch einen rhythmischen Wechsel von kleinteiligen vertikalen und breit angelegten horizontalen Farbflächen perspektivisch konstituiert und zeichnet sich durch den Gegensatz von warmen und kühlen Farben aus, die jedoch vom Sonnenlicht in ein Zusammenspiel mit äußerst harmonischer Wirkung verwandelt werden. Damit gelang Mahringer eine außergewöhnliche malerische Synthese von Farbe und Licht, eine künstlerische Problemstellung, die er mit seinem Nötscher Freund Franz Wiegele teilte.
Obwohl das Gemälde selbst nicht datiert ist, weist seine Formensprache eindeutig in die frühen 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Darüber hinaus wird es im noch zu Lebzeiten des Künstlers entstandenen Werkverzeichnis von Walter Zettl unter dem Jahr 1943 angeführt. Zu dieser Zeit konzentrierte sich der Künstler immer mehr auf eine stark an das optische Erlebnis gebundene Wiedergabe der Landschaft, die er schließlich nach 1945 fast abrupt aufgab, um seinen charakteristischen, abstrahiert linearen Spätstil zu entwickeln.

LANDSCAPE IN GAILTAL, 1943
Oil on canvas, 62 x 52 cm
Signed (lower centre): Anton Mahringer

From a slightly raised vantage point, the artist presents a wide view to the beholder, which leads our gaze from a valley floor with suggested fields over picturesque farmhouses on a hill and on to the distant range of mountains from the Gailtal Alps. This selected section of landscape was near to where Mahringer lived in Labientschach in his chosen home of Carinthia. Through a rhythmic alternation of small, dispersed verticals and broad, horizontal planes of colour, the picture space is built up in perspective. The painting is distinguished by the contrast between warm and cool colours, which are transformed by the sunlight to create a harmonious impression. In this way, Mahringer achieved a painterly synthesis of colour and light – an artistic problem that both he and his friend Franz Wiegele from Nötsch tackled.
Although the painting is not dated, its formal language clearly points to the early 1940s. Moreover, it is documented in the year 1943 in the catalogue raisonné by Walter Zettl, compiled when the artist was still alive. At this time the artist was concentrating more and more on a representation of landscape that was closely tied to the optical experience. Ultimately, after 1945, he almost abruptly abandoned this in order to develop his abstracted, linear late style.

Sigrid Diewald

Literatur: Gerbert Frodl und Elisabeth Brandstötter: Anton Mahringer. Verlag Galerie Welz. Salzburg 2004. S. 300, WVZ Nr. 303.

Preis auf Anfrage:


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