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, A-1010 Wien, Website öffnen

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Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Blumen, Pflanzen

Art. Nr.: 50
APFELBLÜTENZWEIG, 1949
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MAX WEILER Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien

Öl auf Leinwand, 86 x 86 cm
Monogrammiert und datiert links unten: W 49

Mehr noch als der österreichische Expressionismus eines Egon Schiele waren in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Tirol Van Gogh und Gauguin die wesentlichste Anregung für die junge, expressive Malerei jener Zeit. Wenn Weiler auch die autobiografischen und allegorischen Themen im Œuvre der großen Meister weniger stark rezipierte als jene, die sich auf (auch symbolische) Naturerlebnisse beziehen, so bleibt die Kraft dieser Anregung in Bildern wie dem Apfelblütenzweig deutlich sichtbar. Die geschwungenen Linien und der pastose Farbauftrag scheinen aus dieser Quelle zu stammen, während hingegen das Quadratformat und die gemalte „Rahmung“ des Bildes eher der Wiener Moderne geschuldet sind. Unabhängig von diesen Einflüssen gelingt es Weiler jedoch in seinen Landschaften und Stillleben der unmittelbaren Nachkriegszeit stets, unter schwierigen Verhältnissen moderne, individuelle Kunst auf der Höhe der damaligen Möglichkeiten zu schaffen. Das Leben als freier Künstler in Tirol, der moderne und nicht traditionalistische Kunst anbot, war existentiell prekär – nur der große Auftrag der damals heftig umstrittenen Fresken für die Innsbrucker Hungerburgkirche konnte Ansätze einer Existenzgrundlage bieten.

BRANCH OF APPLE BLOSSOM, 1949
Oil on canvas, 86 x 86 cm
Signed with a monogram and dated (lower left): W 49

More than the Austrian Expressionism of an artist like Egon Schiele, in Tyrol just after the war, Van Gogh and Gauguin were the most important influences for new, expressive painting of the time. Although Weiler did not assimilate the autobiographical and allegorical subjects in the œuvres of these great masters as much as their experiences of nature (also in a symbolic sense), the extent of their influence is clearly visible in pictures like the Branch of Apple Blossom. The curved lines and impastos seem to have been derived from this source, while the square format and the painted ‘frame’ around the picture are more indebted to Viennese modernism. Independent of these influences, in his landscapes and still lifes just after the war, Weiler always managed in these difficult conditions to create modern, individual art at the height of what was possible at the time. It was a precarious existence as an independent artist in Tyrol offering modern and not traditionalist art. Only the major commission to paint frescoes for the Hungerburg church in Innsbruck, which sparked off a great controversy at the time, could provide the artist with the beginnings of a livelihood.

Matthias Boeckl

Literatur: Verein der Freunde des Werkes Max Weilers (hrsg.): Max Weiler, Aus der Natur gemacht, Bilder von 1927 bis 1997. Tyrolia Verlag. Wien 1997. Farbabb. S. 65.

Preis auf Anfrage:


Band 10
48 49 50 51 52
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