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Art. Nr.: 3
MUSCHEL UND PFIRSICHE, 1929
HERBERT BOECKL Klagenfurt 1894 – 1966 Wien
HERBERT BOECKL
Klagenfurt 1894 – 1966 Wien
3
MUSCHEL UND PFIRSICHE, 1929
Öl auf Leinwand, 46 x 55 cm
Signiert und datiert rechts oben: Boeckl 29
Keine so dominierende Rolle wie Landschaft oder Bildnis spielt das Stillleben im Gesamtwerk Boeckls. Nichtsdestoweniger schuf er mit dem „Stillleben mit toter Krähe“ 1921 ein unvergleichliches Schlüsselwerk der modernen österreichischen Malerei und in den späteren zwanziger Jahren weitere Variationen des Themas „Stillleben“, die einerseits eine Hinneigung zu den Klassikern der Moderne, vor allem zu Cézanne, signalisieren, andererseits die Sinnlichkeit der Erscheinung des Einzelobjekts unterstreichen. Im Lauf der Jahre legte der Maler eine stärker werdende Liebe zum Detail an den Tag, zugleich zähmte er die Bewegung der Formen und Farbigkeit. Das Stillleben von 1929 ist in seiner Sparsamkeit der Komposition ein schönes Beispiel für die nach wie vor im Hintergrund vorhandene Erinnerung an die Franzosen, ebenso für die neue Detailmalerei, die sich in der exotischen Muschel besonders deutlich äußert.
Gerbert Frodl
Literatur: Gerbert Frodl: Herbert Boeckl. Mit einem Werkverzeichnis der Gemälde von Leonore Boeckl. Salzburg 1976, Werkverzeichnis Nr. 131, Abb. S. 183.
Preis: nicht vermerkt
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