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10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Ausstellungskatalog
Gustav KLIMT
Egon SCHIELE

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Künstlerbiographien
 

Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien

Kaufobjekt
Katalog: Band 08

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Bergwelt
Landschaft

Art. Nr.: 53
DREI ZINNEN, 1944
MAX WEILER Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien

MAX WEILER
Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien


53
DREI ZINNEN, 1944
Öl auf Karton auf Leinwand, 50 x 39 cm
Signiert und datiert links unten: Weiler 44

Dieses Gemälde gehört zu den wenigen Arbeiten, die während der schwierigen Kriegsjahre, die Weiler als Gefreiter in Oberitalien und Yugoslawien verbringt, entstehen. Arbeiten wie diese fungieren als optische Erinnerung und halten auch konkrete Eindrücke fest.
Drei mächtige Berggipfel durchbrechen ein dichtes Wolkenmassiv und ragen hoch in einen tiefblauen Himmel. Vereinzelte, mit kurzen, horizontalen Pinselstrichen ausgeführte Wolkenfasern umgeben ihre schroffen Spitzen dort, wo sich nicht ohnedies die Wolkenmassen mächtig aufbäumen und auch in Himmelshöhe alles bedecken. Besonders im rechten Bilddrittel erhebt sich eine düster schattierte Wolkenwand, hinter der eine niedrigere, vierte Gebirgsformation durchzuschimmern scheint. Im Gegensatz zu den anderen drei Zinnen wirkt dieser Gipfel allerdings nicht nur kleiner, sondern auch abgerundeter. Fast vermeint man, eine menschenähnliche Figur erahnen zu können, - formal möglicherweise ein Hinweis auf spätere Darstellungen, in denen Weiler manche seiner Bildnisse entweder wie aus Gesteinsmassen aufgebaut malt, oder die porträtierten Personen selbst in Landschafts- bzw. Bergmassive eingebettet erscheinen lässt. Obgleich Max Weilers persönliche Natursicht hier noch sehr naturalistisch fundiert wirkt, ist sie schon stark emotional-expressiv gefärbt. Dies wird auch an der unmittelbaren, nahezu fahrigen Malweise deutlich, die die freundliche, orange-ockergelbe Tönung der sonnenbestrahlten Felsen kontrastiert. Dunkle, rechts die Bergflanken überziehende Schatten verstärken dieses subtile Gefühl einer sich ankündigenden Bedrohung.

Alexandra Grubeck


Literatur: Gottfried Boehm: Der Maler Max Weiler. Das Geistige in der Natur. Springer Verlag. Wien- New York 2001, vgl. Abb. S. 81; Siehe auch www.maxweiler.at



Band 08
39 49 50 53 55
PAESAGGIO... CANNES, u... BEGEGNUNG... DREI ZINN... WIE EINE ...