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Art. Nr.: 481
Carle van Loo (Nice 1705 – 1765 Paris)
Bacchus und Ariadne, Öl auf Leinwand, 111 x 142 cm, gerahmt, (Wo)
Gutachten: In einem vorliegenden Schreiben von Prof. Ost bestätigt dieser, dass das vorliegende Gemälde identisch mit dem bei Ost und Rosenberg aufgeführten Werk ist. 1977 hatten Pierre Rosenberg und Marie-Catherine Salut mit ihrem Katalog der in diesem Jahr in Nizza, Clermont-Ferrand und Nancy gezeigten Ausstellung über Carle van Loo zu einer neuen Bewer-tung des Künstlers hingeführt. “Erst durch diese Grundlagenforschung”, schreibt Prof. Hans Ost, “wurde die Bestimmung des vorliegenden, bis dahin unbekannten Hauptwerks des Carle van Loo möglich” (siehe “Literatur”).
Literatur: Prof. Dr. Hans Ost, Carle van Loo: “Bacchus und Ariadne retrouvé”, in: Pantheon, Internationale Zeitschrift für Kunst, Bruckmann, München, 1982. Hans Ost zitiert in seinem Artikel Pierre Rosenberg, “der mit Brief vom 15. September 1981 meiner Zuschreibung des Bildes an Vanloo zustimmt...”.
Provenienz: Prinz von Carignan, Paris, Mitte des 18. Jahrhunderts;
Dr. Karl-Jürgen Schumacher, Köln; westdeutscher Privatbesitz
Carle van Loo, “premier peintre du roi”, nach Meinung des Baron de Grimme “premier peintre de l’Europe” und nach Ansicht Laugiers “premier peintre du siècle”, erfreute sich unter seinen Zeitgenossen eines außerordentlichen Rufes; er wurde sogar über Boucher gestellt. Der Künstler absolvierte zwei Rom-Aufenthalte an der dortigen Academie de France und studierte Carracci, Reni sowie Pietro da Cortona. 1732 trat van Loo in den Dienst des Königs von Sardinien, Carlo Emanuele III. und schuf in Turin eine Reihe von Gemälden für die königlichen Bauten. In Turin ist nach Meinung Prof. Osts auch das vorliegende Gemälde Bacchus und Ariadne entstanden und zwar in den Turiner Jahren, die zu den besten und fruchtbarsten des Künstlers zählen. Zwei Radierungen von L. M. Bonnet und J. Pelletier nach dem vorliegenden Gemälde bezeugen die Berühmtheit dieses Bildes, das später nach Paris übersandt und dort 1779 für einen hohen Preis versteigert wurde. “Es war das erste Werk, das van Loo in der Seine-Stadt berühmt machte” (Prof. Ost.).
Schätzpreis: von € 70.000,00 bis € 120.000,00
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