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Art. Nr.: 485
Antonio Maria Viani (Cremona ca. 1555/60 – 1629 Mantua)
Allegorie auf die Thronbesteigung und glückliche Regierung von Maximilian I. von Bayern (1573 – 1651), Öl auf Leinwand, 119,5 x 147,5 cm, München ca. 1590/92, gerahmt, (Wo)
Gutachten: Jan de Maere, 22. Februar 2007.
Provenienz: deutscher Adelsbesitz
Im Bild links erkennt man Herzog Wilhelm V. von Bayern, der auf seinen Sohn Maximilian I. weist. Dieser trägt als Allegorie des Friedens und der guten Regierung auf seinem Haupt einen Lorbeerkranz. Maximilian ist umgeben von Venus, Amor, Minerva und Mars, ein junger Hirte trägt den, ihm von Diana am Olymp übergebenen Speer. Dies symbolisiert die Macht der Götter, die den jungen Maximilian unterstützen.
Im Jahr 1590 holt Wilhelm V. seinen Sohn von der jesuitischen Universität Ingolstadt zurück, um ihn in die Regierung Bayerns einzuweisen. Michael Arrodenus schreibt 1593: “Maximilian I. war erfüllt von hohem Herrschaftsethos und hohem politischen Ehrgeiz”.
Antonio Maria Viani arbeitete gemeinsam mit Frederick Sustris in München und heiratete dessen Tochter Livia. Er malte nach Vorlagen und Zeichnungen von Sustris für die Residenz und die St. Michaelskirche in München. Von 1586 bis 1592 war er Hofmaler und Präfekt der “Fabbriche di Stato” Wilhelms V., der ihm 1591 120 Gulden für verschiedene Gemälde bezahlte. Ende 1592 ging Viani nach Mantua und wurde Hofmaler unter Vincenzo Gonzaga. Die Landschaft erinnert sehr stark an Gemälde von Lambert Sustris.
Schätzpreis: von € 30.000,00 bis € 50.000,00
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