LESERBRIEF Ein Leserbrief von einem unserer Mitglieder der über Erfahrungen über den „Synthetischen Moissanit“ berichtet: Sehr geehrter Herr Dir. Prof. Rössler Da ich ein wenig im Weltgeschehen der Punzierung herumkurve, lerne ich sehr interessante Leute kennen und komme immer wieder im Gespräch auf mein Lieblingsthema: Die „edlen Steine!“ Ich war vor kurzem bei einer Firma, die versucht, Brillanten in Glas (Stiele von Champagnergläsern, etc.) hinein zu verarbeiten. Ist zwar ein unnötiges Accessoire, aber es wird versucht, einen Absatzmarkt dafür zu finden. Nun möchte ich auf den Punkt kommen: Es wurde bereits mit Moissanit getestet. Allerdings mit mäßigem Erfolg. An und für sich sollte sich der eingeschweißte Stein wieder vom Glas ohne weiters trennen lassen – Moissanit tut dies eben nicht. Daher kommt er für die Produktion auch nicht in Frage. Eine interessante Beobachtung, die ich selbst bei einer Vorführung machen durfte, ist folgende: Das dazu benötigte Steinmaterial muss vor der Verarbeitung langsam erhitzt werden. MOISSANIT ist in seiner Beständigkeit zwar sehr stabil (so auch beschrieben in ihrer Informationsstudie 1999,) bekommt aber im Bereich 380° - 430° Celsius einen deutlichen Farbumschlag auf Kanariengelb bzw. Grünlichgelb! Nach langsamer Abkühlphase geht das Material wieder ganz normal zu seiner Ausgangsfarbe zurück. Eine Beobachtung, die vielleicht längst schon gemacht und mittlerweile auch niedergeschrieben wurde. Vielleicht aber auch nicht! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und verbleibe mit bestem Gruß Gerald Hanabick Zollamt Graz/Punzierungskontrolle Gerald Hanabick Conrad v. Hötzendorferstraße 14-18 A-8010 Graz |