Fachgebiet
Schmuck
Gebäude: Burg Giebichenstein, Unterburg, Seebenerstraße 1
-
- Prof. Peter
Skubic, Gastprofessor für Plastik/Schmuck
- (14.10.2002
- 28.02.2003)
- Beate
Eismann, Assistentin
- Arno
Friedrich, Werkstattleiter
-
-
> Innerhalb des
Studiengangs Plastik wird in der Fachrichtung Schmuck die intensive, minuziöse
Arbeit im kleinen Format akzentuiert. Hier ist der Gegenstand weniger auf den
Raum, eher auf menschliche Körpermaße und das intime Umfeld bezogen: Schmuck,
Gerät, Kleinplastik – mit allen Überschneidungen und Grenzgebieten. Auf direkte
Weise werden Lebensgefühl, Selbstwert und Selbstdarstellung angesprochen. Die
Wahrnehmung erfolgt unmittelbar sinnlich. Der außergewöhnlich hohe Stellenwert
emotionaler Bezüge erschwert die Distanz zum Gegenstand, kann aber auch in
besonderer Weise produktiv gemacht werden. Das Anliegen der Fachrichtung ist es,
die Studenten zu bildnerischen Ideen hinzuführen, die sich im überschaubaren,
handhabbaren Gegenstand äußern. Ihnen soll ein hohes Maß an Sicherheit –
innerhalb von zunächst vorgegebenen Markierungen – vermittelt werden, um darauf
aufbauend, Grenzüberschreitungen zu provozieren. Das ist auch eine Angelegenheit
des souveränen Umgangs mit Techniken und Materialien. Die Vitalität der
Fachrichtung steht und fällt mit einer in der Konzeption wie auch der
praktischen Organisation angelegten Durchlässigkeit und Offenheit gegenüber
angrenzenden, aber auch fernerliegenden Möglichkeiten oder Modifikationen
künstlerischer Arbeit.
|