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Fachschule für Gestaltung –
Fachrichtung Schmuck und Gerät – Werkkunstschule
Entsprechend
der Tradition der Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd, wird an der
Gewerblichen Schule die Fachschule für Gestaltung - Schmuck und Gerät geführt.
Die ergänzende Bezeichnung "Werkkunstschule" weist darauf hin, dass
sich die Fachschule als pädagogische Nachfolgeinstitution sieht, die
Generationen von Handwerkern aus diesem Bereich geprägt hat.
Aufbauend
auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem einschlägigen Beruf und
einer mindestens einjährigen Berufserfahrung ist es das Ziel der zweijährigen
Fachschule, den Schülerinnen und Schülern weitergehende Fähigkeiten und
Fertigkeiten in der Gestaltung von Unikaten und Kleinserien im Bereich Schmuck
und Gerät zu vermitteln. Gleichzeitig bereitet die Schule auf eine berufliche
Tätigkeit als Führungskraft in Betrieben des Handwerks und der Industrie, als
selbständiger Handwerker mit eigenem Betrieb, als Künstler mit eigenem Atelier
und als Mitarbeiter bei der beruflichen Ausbildung vor oder schafft die
Grundlagen für ein weiterführendes Studium.
Das
pädagogische Konzept legt seinen Schwerpunkt auf eine umfassende,
gestalterische und praktische Ausbildung. Aus diesem Grunde wird der Unterricht
projektorientiert durchgeführt. Zum Beispiel werden die bei Experimenten mit
verschiedenen Metalloberflächen gewonnenen Erkenntnisse im Fach Entwurf genauso
eingebracht wie in der Werkstattpraxis. Die Inhalte der zum fertigen
Praxisstück führenden Fächer sind eng miteinander abgestimmt.
Im
Unterricht werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
·
flächige Gestaltungselemente
(Punkt, Linie, Fläche), z.B.
umgesetzt in Techniken wie der Granulation, dem Niello oder dem Tauschieren
·
3-Dimensionalität - Räumlichkeit
Im Vordergrund der Unterrichtstätigkeit
steht der Entwurf von Körpern und deren praktische Umsetzung, z.B. durch
Montage, Schmiede- oder Gusstechniken.
·
Farbe
Das Wissen über Farben und von
Farbwirkungen ermöglicht die Umsetzung von Emotionalität. Emailltechniken und
sonstige farbige Materialien und farbgebende Techniken werden hinsichtlich
ihrer Einsetzbarkeit untersucht.
Um
jedem Schüler die Möglichkeit zu geben seine gestalterischen Stärken zu
erfahren, wird auch die Gestaltung nach methodologischen Kriterien
unterrichtet. Gerade in einem künstlerisch sehr anspruchsvollen Beruf
erleichtert dies die Findung des eigenen "Stils" und die Entdeckung
und Förderung eigener Kreativität.
Die
Fachschulkonzeption setzt sich, wie auch der Beruf selbst, aus einer Mischung
von Tradition und Moderne zusammen. Neben überlieferten Techniken wie dem
Granulieren, dem Niellieren, dem Emaillieren oder Silberschmieden, wird der
Umgang mit neuesten Geräten, wie einem Laser-Schweißgerät oder Übungen am PC in
Form von CAD, CNC oder der Erstellung einer eigenen Homepage ermöglicht.
Gleichzeitig
mit dem Fachschulabschluss können die Schüler die Meisterprüfung im Gold- und
Silberschmiedehandwerk vor der Handwerkskammer Ulm ablegen. Zahlreiche
Absolventen der Fachschule Schwäbisch Gmünd wurden selbstständig und schicken
nun ihrerseits ihre Auszubildenden an die Gmünder „Schmuckschule”. Womit sich
der Kreis schließt und auf ein in sich stimmiges pädagogisches Konzept
hinweist.
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