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Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd,
mit 3 Fachschulrichtungen

Heidenheimerstraße 1 Am Römerkastell 31
D-73529 Schwäbisch Gmünd

 



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Die Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd: Fachschule für Gestaltung - Fachrichtung Schmuck und Gerät - Werkkunstschule Berfufskolleg für Design, Schmuck und Gerät


Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät

 1988 wurde das Berufskolleg für Formgebung, Schmuck- und Gerät gegründet, damit wird also im Jubiläumsjahr der Gewerblichen Schule die 10. Klasse dieser Schulart entlassen. Mittlerweile in das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät umbenannt, sind in diesen zehn Jahrgängen insgesamt ca. 240 Schülerinnen und Schüler in ihren frei gewählten Beruf entlassen worden.

 In drei Jahren Vollzeitunterricht wird jungen Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss eine praktische, theoretische und künstlerische Auseinandersetzung mit Beruflich-Gegenständlichem angeboten, für welche Kreativität, Gestaltungskraft und handwerkliches Können bestimmend sind. Am Ende der Ausbildung soll die Formgebung, im weiteren Sinne also das Design von Schmuck und Gerät von den Schülerinnen und Schülern selbstständig geplant und durchgeführt werden können. Wird ferner berücksichtigt, dass in einem durch immer mehr Technik bestimmten beruflichen Umfeld der Wahl des Ausbildungsplatzes eines stark handwerklich-künstlerisch geprägten Berufes eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt, so kann erahnt werden, welche Hoffnungen diese jungen Menschen begleiten.

 Ein wesentliches Merkmal des Berufskollegs ist und bleibt also der enge Bezug von Praxis und Theorie in einem Unterricht, der eine erweiterte Bildung und höhere Anforderungen im fachtheoretischen Bereich vermitteln will.

 Die Stundentafel des Berufskollegs weist daher bei den Pflichtfächern des berufsbezogenen Bereiches im Durchschnitt 19 WStd. Entwurf und Realisation aus. Nimmt man die Sondertechniken (Silberschmieden, Emaillieren, Gravieren und Edelsteinfassen) im 2. und 3. Schuljahr mit je vier WStd. hinzu, so arbeiten die Schülerinnen und Schüler etwa 2/3 ihrer Unterrichtszeit in den Werkstätten.

 Da es sich um einen künstlerischen Beruf handelt, müssten zusätzlich die zeichnerischen Fächer berücksichtigt werden, womit sich der Praxisanteil weiter erhöhen würde. Insgesamt entfallen auf den Pflichtbereich 34 WStd. im ersten, jeweils 33 WStd. im zweiten und dritten Schuljahr. Der Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife sieht im zweiten und dritten Schuljahr die Wahlfächer Englisch II und Mathematik II vor.

 Von allen Fächern hat das Fach Entwurf und Realisation sicher eine herausragende Bedeutung. Die Lehrerinnen und Lehrer dieses Kernfaches sollen künstlerische, theoretische und praktische Fertigkeiten und Kenntnisse als Einheit erlebbar machen. Sie tun dies, indem sie in ihren Werkstattgruppen Denken, Fühlen und Handeln immer wieder zusammenführen, nicht frei und regellos, sondern zielgerichtet, konkret und in der Voraussicht auf die moderne Arbeitswelt und auf der Grundlage des Bildungsplanes.

 Dieser sieht im ersten Schuljahr allein 140 WStd. für die Elementartechniken vor, wie sie in der Gold- und Silberschmiedewerkstatt ständig benötigt werden. Dazu kommen Verbindungstechniken und die erste große Halbjahresarbeit (57 WStd.), die auf das Halbjahreszeugnis, und damit auf das Bestehen der Probezeit, maßgeblichen Einfluss hat. Das zweite Halbjahr gilt dem Montieren (133 WStd.) und der zweiten Halbjahresarbeit, in der alle "Schwierigkeiten" des ersten Jahres sprichwörtlich "eingebaut" sind und bei der die Technik des Entwerfens sich bewähren muss.

 Das zweite Schuljahr vertieft die Kenntnisse zum Entwurfsprozess und bringt neue Arbeitstechniken. Juwelentechnik und Gusstechniken werden erlernt, Ohr-, Arm- und Halsschmuck u.a. mit Schmuckteilen aus Abwicklungen sind herzustellen; wieder erweist sich der Ausbildungsstand in zusammenfassenden Halbjahresarbeiten, die einen zeitlichen Umfang von ca. 150 WStd. einnehmen.

 Spezielle Goldschmiedetechniken bilden mit 125 WStd. im dritten Schuljahr den ersten Block, an den sich eine Halbjahresarbeit anschließt, in der Sondertechniken und Gestaltung den Schwerpunkt bilden.

 Für die Untersuchungen der Wechselbeziehungen zwischen Materialeigenschaften und den handwerklichen Techniken stehen insgesamt 250 WStd. zur Verfügung, bevor in der Abschlussarbeit mit 88 Stunden noch einmal das gesamte Leistungsspektrum gefordert wird. Der Erfolg dieses Schulkonzeptes zeigt sich in der Qualität der Arbeiten. Immer wieder sind Schülerinnen und Schüler erfolgreiche Teilnehmer an Wettbewerben; regelmäßig beteiligt sich die Schule an Ausstellungen, die dann zugleich den Standort Schwäbisch Gmünd als lebendige Gold- und Silberstadt bestätigen.

 Damit aus "guten Anlagen" für die Gestaltung "Qualität" wird, braucht es der Schulung, z.B. durch das Fach Allgemeine Gestaltungslehre. Das Spiel mit Formen, Farben, Ordnung und Anordnung wird hier in zusammen 100 WStd. auf seine Regeln hin untersucht, erprobt und variiert. Einen eigenen Platz hat natürlich das Fach "Darstellen", das dazu zwingt, der Idee von einem Schmuckstück oder einem Gerät eine angemessene bildhafte Sprache zu geben. Entwurfsskizzen müssen daher sicher und schnell ausgearbeitet werden und schließlich auch dem Anspruch des Kunden an seine Vorstellungskraft genügen.

Manchmal haben Schmuckstücke und Gerätschaften eine "längere Geschichte" vorzuweisen, eine Geschichte, die soweit reicht, dass sich in ihr das Lebensgefühl einer Zeit ausdrückt - und dann sind sie Teil der Stilkunde geworden. Die Kunst- und Stilgeschichte hat das Glück, lange Folgen und vielfältige Wechsel erlebbar vorführen zu können. Gelegentlich stellt sich die Einsicht heraus, dass auch die eigene Zeit eine geschichtliche Zeit ist und eine Antwort enthält auf die uralten Fragen nach Herkunft, Sein und Zukunft.

 Handfester werden die Inhalte bei der Technologie, die naturgemäß die Werkstoffe des Gold- und Silberschmieds, seine Hilfsstoffe und die Techniken, aus denen Schmuck und Gerät herstellbar sind, zum Gegenstand hat. Die handwerkliche Orientierung in Schwäbisch Gmünd bringt es mit sich, dass auch die Technologie ihre Schwerpunkte entsprechend setzt. Der Ossa-Sepia-Guss ist hierfür ein gutes Beispiel, Tauschieren oder Niellieren sind andere.

 Zu den sicherlich schönsten Angeboten des Unterrichtes gehört vermutlich die Edelsteinkunde. Die Freude an (klaren) Kristallen ist bei Schülerinnen und Schülern ungetrübt und allgemein. Sie trägt leicht über den anspruchsvollen theoretischen Teil hinweg. In praktischen Bezügen wird die Grundlage für die fachgerechte Bestimmung der Edelsteine gelegt, zugleich werden die in der Theorie aufgestellten Ordnungsrelationen von Beobachtungsbegriffen ergänzt. Bleibt zum Schluss der Betrachtung dieser Schulart noch der Blick auf die Mathematik und die Allgemeinbildung.

 In der Mathematik I liegt das Interesse zunächst nicht an der "Höhe", sondern an der "Tiefe" und der "Breite", mit der elementare Verfahren und Gegebenheiten erkannt sind. Neben der Nützlichkeit einer Rechenfertigkeit soll die Einsicht in Verhältnisse (Proportionen aller Art) besonders gefördert werden, denn Formgebung ist ein Prinzip, das allgemein und durchgängig ist. An einfachen Rechenaufgaben lässt sich zeigen, welche Fernwirkungen sich aus der Wahl des Ansatzes ergeben und wie eine Lösung oft auch Intuition erfordert.

 Zahlreiche fachübergreifende Anlässe bietet die Wirtschafts- und Sozialkunde. Ob eine Kalkulation als Rechenaufgabe zu lösen ist, ob für eine Umweltaufgabe Technologie erforderlich ist, ob ein Geschäftsbrief Rechts- oder Englischkenntnisse erfordert oder ob ein Kündigungsschreiben aufzusetzen ist - immer ist die Gelegenheit für fächerübergreifenden Unterricht günstig. Da der erfolgreiche Abschluss des Berufskollegs eine Berufsberechtigung beinhaltet, ist ein wichtiger Inhalt die Simulation einer Betriebsgründung.

Manchmal haben Schmuckstücke und Gerätschaften eine "längere Geschichte" vorzuweisen, eine Geschichte, die soweit reicht, dass sich in ihr das Lebensgefühl einer Zeit ausdrückt - und dann sind sie Teil der Stilkunde geworden. Die Kunst- und Stilgeschichte hat das Glück, lange Folgen und vielfältige Wechsel erlebbar vorführen zu können. Gelegentlich stellt sich die Einsicht heraus, dass auch die eigene Zeit eine geschichtliche Zeit ist und eine Antwort enthält auf die uralten Fragen nach Herkunft, Sein und Zukunft.

 Handfester werden die Inhalte bei der Technologie, die naturgemäß die Werkstoffe des Gold- und Silberschmieds, seine Hilfsstoffe und die Techniken, aus denen Schmuck und Gerät herstellbar sind, zum Gegenstand hat. Die handwerkliche Orientierung in Schwäbisch Gmünd bringt es mit sich, dass auch die Technologie ihre Schwerpunkte entsprechend setzt. Der Ossa-Sepia-Guss ist hierfür ein gutes Beispiel, Tauschieren oder Niellieren sind andere.

 Zu den sicherlich schönsten Angeboten des Unterrichtes gehört vermutlich die Edelsteinkunde. Die Freude an (klaren) Kristallen ist bei Schülerinnen und Schülern ungetrübt und allgemein. Sie trägt leicht über den anspruchsvollen theoretischen Teil hinweg. In praktischen Bezügen wird die Grundlage für die fachgerechte Bestimmung der Edelsteine gelegt, zugleich werden die in der Theorie aufgestellten Ordnungsrelationen von Beobachtungsbegriffen ergänzt. Bleibt zum Schluss der Betrachtung dieser Schulart noch der Blick auf die Mathematik und die Allgemeinbildung.

 In der Mathematik I liegt das Interesse zunächst nicht an der "Höhe", sondern an der "Tiefe" und der "Breite", mit der elementare Verfahren und Gegebenheiten erkannt sind. Neben der Nützlichkeit einer Rechenfertigkeit soll die Einsicht in Verhältnisse (Proportionen aller Art) besonders gefördert werden, denn Formgebung ist ein Prinzip, das allgemein und durchgängig ist. An einfachen Rechenaufgaben lässt sich zeigen, welche Fernwirkungen sich aus der Wahl des Ansatzes ergeben und wie eine Lösung oft auch Intuition erfordert.

 Zahlreiche fachübergreifende Anlässe bietet die Wirtschafts- und Sozialkunde. Ob eine Kalkulation als Rechenaufgabe zu lösen ist, ob für eine Umweltaufgabe Technologie erforderlich ist, ob ein Geschäftsbrief Rechts- oder Englischkenntnisse erfordert oder ob ein Kündigungsschreiben aufzusetzen ist - immer ist die Gelegenheit für fächerübergreifenden Unterricht günstig. Da der erfolgreiche Abschluss des Berufskollegs eine Berufsberechtigung beinhaltet, ist ein wichtiger Inhalt die Simulation einer Betriebsgründung.




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