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Strack, Elisabeth Gemmologisches Institut Hamburg
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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain)
Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der
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GIH - Kurier 91 - 1 Paar Gehänge mit Perl-Blistern
Ein interessanter Aspekt der täglichen Arbeit ist, dass nie vorauszusehen ist, was als nächstes vorgelegt werden wird.
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 | Und ganz besonders interessant sind Stücke, die aus der Literatur gut bekannte, aber in Wirklichkeit nur selten zu sehende Materialien enthalten.
Zu den bemerkenswerten Objekten gehört das abgebildete Paar mit Gehängen aus Silber und Gelbgold, das aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammen dürfte. Der äußere Rand ist mit Granaten im Rosenschliff ausgefasst.
Die Gehänge enthalten auf beiden Seiten tropfenförmige Perl-Blister in der Größenordnung von etwa 25x14mm.
Das CIBJO-Perlbuch bezeichnet Schalenkonkretionen als Blister, und verwendet damit das englische Wort auch in der deutschen Sprache (engl.“blister“ = Blase,Bläschen).
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Blister entstehen in Perlmuscheln, wenn Fremdkörper tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft zwischen Schale und Mantel eingeschwemmt und von der wachsenden Perlmuttschicht der Schale eingeschlossen und umwachsen werden. Es kann sich dabei um ein zufälliges Einschließen handeln, das sozusagen gesetzmäßig erfolgt, da das Dickenwachstum der inneren Perlmuttschicht ständig weitergeht. Darüberhinaus kann es zu einem sofortigen und verstärkten Wachstum kommen, das nur dem Zweck dient, den noch lebenden Eindringlich schnell unschädlich zu machen.
Die Entstehung von Blistern würde damit der Vorstellung gerecht werden, die so oft wahrscheinlich zu Unrecht mit der Bildung von freien Perlen verbunden wird.
Der Fremdkörper wird durch die kontinuierliche Überwachsung mit Perlmuttlagen in die Schale integriert. Im Schaleninneren entsteht zunächst eine deutliche Wölbung, die für die spätere Verwendung als Blister aus der Schale geschnitten wird. Dies ist auch bei den abgebildeten Blistern der Fall gewesen. Bei fortschreitendem Wachstum der Perlmuttschicht in der Schale glättet sich die Wölbung wieder und verschwindet schließlich.
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