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Strack, Elisabeth
Gemmologisches Institut Hamburg

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D-20354 Hamburg

 
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Fax: 0049 40 34 34 19

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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain) Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.


GIH - Kurier 91 - XIV Jewelry Arts and Material Culture Colloquium in St.Petersburg

Vom 11. – 16.April 2005 nahm ich zum sechsten Mal an einem Seminar in der Eremitage in St.Petersburg teil, das sich mit der Wissenschaft von Schmuckmaterialien und Schmuckkultur befasst. Ich habe dort bereits eine Reihe von Vorträgen zu verschiedenen Themen gehalten und sprach in diesem Jahr,so wie in Basel, über die
europäische Flussperlmuschel und ihre Perlen.

Aus Perlen gearbeitete Kopfbedeckung (Kokoschnik), Ethnographisches Museum, St.Petersburg
Aus Perlen gearbeitete Kopfbedeckung (Kokoschnik), Ethnographisches Museum, St.Petersburg



Russland ist heute noch das Land mit den größten Beständen der Perlmuschel Margaritifera (M.) margaritifera. Im 19. Jahrhundert gab es so reichhaltige Vorkommen, dass Flussperlen auch auf den Dörfern im Nordwesten Russlands zur üppigen Ausschmückng von Kleidungsstücken, Kopfbedeckungen (Kokoschniki) und Accessoires verwendet wurden. Auch die orthodoxe Kirche bediente sich der Perlen zum Dekorieren von Mitren, Szeptern, Panagien (Brustkreuzen), Priestergewändern und Altardecken. Auch Ikonen
wurden mit Perlen bestickt.

Der Perlenreichtum gehört heute der Vergangenheit an. Die üppigen Perlenstickereien sind nur noch in Museen zu sehen. Das Ethnographische Museum in St.Petersburg verfügt über eine besonders reichhaltige Sammlung. Sie liefert nicht nur ein anschauliches Beispiel für die Beschaffenheit und den Erhaltungszustand von Perlen, sondern zeigt auch ein wunderbares Bild der untergegangenen dörflichen Lebensart




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