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Strack, Elisabeth Gemmologisches Institut Hamburg
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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain)
Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der
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Hong Kong International Jewellery Show
Vom 1. – 4. März 2005 fand die Hong Kong International Jewellery Show statt. Die große Frühjahrsmesse wird vom Hong Kong Trade Development Council im Exhibition & Convention Centre veranstaltet, das einen malerischen Ausblick auf den Hafen von Hongkong bietet.
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26.753 Besucher aus 124 Ländern besuchten die Messe, die Zahl der ausländischen Besucher war um knapp 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Messe präsentierte die neuesten Schmuck- und Uhrenkreationen und wies auch ein umfangreiches Spektrum an losen Diamanten, Farbedelsteinen und Perlen auf. Neben hochwertigen Einzelexemplaren in Juwelenqualität gab es eine breite Palette an farbigen Edelsteinen, die dem derzeitigen Trend nach Farbe im künstlerisch phantasievollen Alltagsschmuck entsprechen. Die Messe glänzte erstmals mit dem Sonderbereich „Les Salons Privés“, einem exklusiven Bereich für hochwertiges Design und hochwertige Edelsteine. Daneben zeigten Ausstellungen wie die 6.Hong Kong Jewellery Design Competition und die South Sea Jewellery Design Competition exklusive Modelle von international ausgezeichneten Schmuckdesignern. Hongkong hat sich in den letzten fünfzehn Jahren immer mehr zu einem internationalen Zentrum der Schmuckindustrie entwickelt.
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Auf Perlen bezogen, ist die Stadt neben Kobe in Japan wahrscheinlich das Zentrum überhaupt. Seit Ende der neunziger Jahre finden regelmäßig im März und September anlässlich der großen Schmuckmessen die Auktionen für weiße und schwarze Südsee-Zuchtperlen statt, seit einiger Zeit gibt es auch Auktionen im Juni.
Das führende australische Unternehmen Paspaley führte im März seine 27. Auktion durch, bei der 82 Prozent der angebotenen
|  Wan-Auktion im März 2005 in Hongkong |
Perlen im Gewicht von insgesamt 144 Kan (540 Kilogramm) für den Betrag von insgesamt 13.21 Millionen USDollar verkauft wurden. Die Auktion erreichte den Höchststand der letzten fünf Jahre, der durchschnittliche Preis per Momme lag bei 111.9 US-Dollar.
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Etwa 100 eingeladene Käufer waren bei der Auktion zugegen, an der sich Bieter aus Europa aktiv beteiligten. Goldfarbige Südsee-Zuchtperlen erreichten Höchstpreise.
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 Goldfarbiges Südsee-Zuchtperlencollier (Naturfarbe) | Sie stellen die Topqualität dar, ihre eigentliche Bedeutung liegt auf dem internationalen Markt.
Die Internationalität der Messe in Hongkong war auch daran zu erkennen, dass einzelne renommierte internationale Aussteller hochwertige goldfarbige Südsee-Colliers anboten.
Auf dem deutschen Markt ist die Goldfarbe erstaunlicherweise selten zu beobachten.
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Das abgebildete Collier lag im Preisbereich von etwa 200.000 US-Dollar auf Großhandelsniveau.
Auf der Messe fehlten auch künstlich gefärbte goldfarbige Südsee-Zuchtperlen nicht, die von einer Reihe von Ausstellern angeboten wurden, selbstverständlich unter Angabe der künstlichen Färbung.
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Auf internationalem Niveau, und insbesondere in Südostasien, hat der Handel kein Problem damit, beide Kategorien – naturfarbige und künstlich gefärbte Perlen – zu akzeptieren. Es ist letzten Endes nur eine Frage der Offenlegung und des Preises. Künstlich gefärbte Perlen sind viel preisgünstiger und bieten damit auch denjenigen die Chance, goldfarbige Perlen zu tragen, die sich die naturfarbigen nicht leisten können.
Auch Amerikaner favorisieren diese Einstellung. In Europa scheint man sich damit schwer zutun und der Handel gerät dann schnell auf die Ebene des Vertuschens.
|  Künstlich gefärbte goldfarbige Südsee-Zuchtperlen |
Es ist natürlich unseriös, künstliche gefärbte Zuchtperlen als naturfarbig anzubieten.
Auf der Paspaley-Auktion wurden alle angebotenen barocken Südsee-Zuchtperlen verkauft. Die Nachfrage nach barocken Formen, die normalerweise im Schatten der runden Formen stehen, war deswegen gestiegen, weil es aufgrund der verbesserten Zuchttechnik immer mehr runde und immer weniger barocke Zuchtperlen gibt.
Während der Messe fand auch die 22. Robert Wan-Auktion für Tahiti-Zuchtperlen statt. Es wurden insgesamt 191,138 Perlen verkauft, das entspricht 93 Prozent der angebotenen Perlen. Die Preise wurden zum ersten Mal in Euro angegeben, um damit Käufern aus Europa entgegenzukommen. Die in Französisch-Polynesien geltende Währung, der pazifische Franc, ist ohnehin eng mit dem Euro verbunden. Perlen in Größen von 15-17mm fehlten, die Nachfrage konzentrierte sich auf Größen zwischen 7 und 9mm. Kommerzielle Qualitäten dominierten. Allgemein hatten sich die Preise um etwa 15 – 30 Prozent erhöht und zeigten damit einen Trend zur Stabilität an, der als positiv zu sehen ist.
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 Tahiti-Zuchtperlen: Die Farbe der schokoladenbraunen Kette in der Mitte ist künstlichen Ursprungs. | Tahiti-Zuchtperlen stellten auch einen beachtlichen Teil des Perlenangebotes auf der Messe dar. Auch hier war zu beobachten, dass es neben hochwertigen und mittleren Qualitäten gefärbte Perlen gab. Dabei dominierte ein schokoladenbrauner Ton, der seit kurzen vor allem auf dem Perlenmarkt in Südostasien zu beobachten ist. Der künstliche Ursprung der Farbe, die einem Modetrend zu entsprechen scheint, wurde von den Ausstellern ausnahmslos angegeben. Der strenge Verhaltenskodex reflektiert die hohe Professionalität der Aussteller und des Veranstalters.
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Chinesische Süßwasserzuchtperlen waren überreichlich vertreten. Hongkong ist, neben hochwertigen Südsee-Zuchtperlen, insbesondere ein Zentrum für chinesische Zuchtperlen. Auf der Messe waren feine Qualitäten zu sehen, deren Preise sich mit denen für Südsee-Zuchtperlen überschneiden, aber auch große Mengen an kommerziellen Qualitäten zu überaus günstigen Preisen.
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China scheint sich mit dem Überangebot an durchaus gut aussehenden, wenn auch nicht ganz runden, weißen und naturfarbigen Perlen (in hellen Rosé-, Orange- und Violettönen) seinen eigenen Markt zu zerstören. Auf niedrige Qualitäten bezogen, ist er bereits zerstört.
Aussteller in Hongkong bieten diese Qualitäten gleich säckeweise an. Die schrillen, intensiven Farben sind künstlichen Ursprungs.
|  Künstlich gefärbte chinesische Süßwasserzuchtperlen |
Die Messen in Hongkong bieten den Besuchern aus der ganzen Welt jeweils eine Reihe von Seminaren zu Fachthemen an.
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 | Am 2. März hielt ich dort vor Teilnehmern aus vielen verschiedenen Ländern einen Vortrag über Zuchtperlen:
„Cultured Pearls – Overview on Production Methods, Origins & Evaluation Procedures“.
Ich habe in der Zwischenheit die englische Übersetzung meines Buches über Perlen beendet, das im Herbst 2005 im Rühle-Diebener-Verlag erscheinen wird.
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