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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain) Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.


GIH - Kurier 90 - Kurzinformationen

Sibirlit - ein neuer Name für Chromdiopsid

Die Firma Inagli aus der Republik Sakha in Jakutien hat 2003 den Namen „Sibirlit“ für grünen Chromdiopsid registrieren lassen. Die Registrierung erfolgte im eigenen Land, denn der Name für das Mineral ist Diopsid. Neue Namen sind in der Regel mit Skepsis zu betrachten, da sie oft nur für Verwirrung sorgen, und offiziell nicht anerkannt sind. Der grüne Diopsid verdankt seine Farbe dem Spurenelement Chrom, er wird daher auch als Chromdiopsid bezeichnet. In Jakutien gibt es reichhaltige Vorkommen, die bereits in der sowjetischen Zeit abgebaut worden sind. Sie liegen in der Nähe des Ortes Inagli, nach dem auch die neue Vertriebsfirma benannt ist.

Die Abbildung zeigt eine Partie mit geschliffenen Diopsiden, das Bild stammt aus dem Prospekt der Firma. Die Diopside werden in Jakutien auch geschliffen, dabei werden runde Formen in Größen von 3-7mm bevorzugt. Die Vermarktung erfolgt auf den großen internationalen Messen, z.B. in Tucson und Hongkong. In der Sowjetunion wurden die Diopside ebenfalls schon geschliffen, und unmittelbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zeigten die ersten russischen Händler die grünen Steine bereits auf westlichen Messen.

Die Farbe ist ein lebhaftes, gefälliges Grün. Es könnte mit Smaragd verwechselt werden, weist aber eher einen gelbgrünlichen Ton auf. Es handelt sich um ein Calcium-Magnesium-Silikat, der Brechungsindex wird mit 1,675-1.701 angegeben, das spezifische Gewicht mit 3.2 -3.25. Die Ritzhärte ist 5.5-6.




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