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GHI - Kurier 89 - CVD–Synthetische Diamanten Das amerikanische Unternehmen Apollo Diamond Inc. aus Boston, Massachusetts, hat mit Hilfe des so genannten CVD – Verfahrens (CVD = Chemical Vapour Deposition) erfolgreich Einkristalle aus synthetischem Diamant gezüchtet, die zum Schleifen geeignet sind.
Die Technik, die seit 1952 bekannt ist, wurde bisher von mehreren großen Industrieunternehmen nur dafür angewandt, Überzüge aus polykristallinem synthetischem Diamant für eine Reihe von Produkten herzustellen.
Die Kristalle von Apollo Diamond Inc. sind tafelförmig und nur wenige Millimeter dick, sie können aber Größen von bis zu 1 Karat oder darüber erreichen. Die Einkristalle entstehen, wenn sie auf einem Substrat aus natürlichem oder synthetischem Diamant aufwachsen, während ein Substrat aus anderem Material zu polykristallinem synthetischem Diamant führt. Er besteht aus vielen, winzigen Diamantkriställchen. Schon vor mehr als zwanzig Jahren wurde laut die Befürchtung geäußert, was wohl passiert, wenn polykristalline Überzüge aus synthetischem Diamant für andere Edelsteine oder insbesondere für Imitationen verwendet werden,. Sie könnten dann dazu führen, dass die herkömmlichen Wärmeleittester z.B. aufgrund des Überzuges Diamant anzeigen und damit Fehldiagnosen vorprogrammiert sind.
Das amerikanische Unternehmen gab bekannt, in den ersten Monaten des Jahres 2004 mit der regelmäßigen Produktion zu beginnen. Es wird eine Jahresproduktion von 5000 bis10 000 Karat ins Auge gefasst. Die Größe der geschliffenen Diamanten soll anfangs im Bereich von 0.25 bis 0.30 Karat liegen.
Es handelt sich bei der CVD – Produktion um sog. Typ II a –Diamant, der in der Natur nur selten vorkommt. Auch natürliche Typ II a –Diamanten sind braun, wenn sie Gitterstörungen aufweisen. Sie können durch Hochdruck-Hochtemperaturbehandlung (HPHT) wieder in farblose Diamanten umgewandelt werden. Diese Behandlung wird z.B.von den Unternehmen General Electric/Bellataire seit Jahren erfolgreich angewandt und hat seither zu einer gewissen Beunruhigung auf dem Markt geführt, die Diamanten sind nur schwer zu erkennen.
Es scheint, dass braune CVD-Synthesen durch HPHT-Behandlung nicht unbedingt in farblose Grade umgewandelt werden können.
Das CVD-Verfahren verwendet Methangas und Wasserstoff, zusammen mit dem Substrat. Die Gase werden unter Verwendung von hohen Temperaturen und niedrigen Drucken in einer Kammer zur Reaktion gebracht, die entweder zur Ablagerung winziger Diamantkriställchen oder einer Schicht führt, die aus einem einzigen Diamantkristall besteht.
Die Erkennung der CVD-Synthesen im gemmologischen Standardlabor ist nur möglich, wenn entweder Reste des Substrats zu erkennen sind oder wenn die Ausstattung mit speziellen Instrumenten wie z.B. dem DiamondView von De Beers zur Betrachtung der Fluoreszenz im äußerst kurzwelligen ultravioletten Licht vorhanden ist. .Der Juwelier sollte zunächst vorsichtig sein, wenn ihm kleine braune Diamanten vorgelegt werden
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