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GHI - Kurier 89 - Pezzottait aus Madagaskar: ein neuer Edelstein
Die attraktive, tiefe Rosafarbe und der Katzenaugeneffekt, den einige Steine zeigten, fielen auf. Das Material war im November 2002 in einem granitischen Pegmatit in der Nähe von Abatovita im Zentrum Madagaskars entdeckt worden. Anscheinend wurden nur einige Dutzend Kilogramm gefördert.
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Es stellte sich bald heraus, dass es sich nicht um Beryll handelte, obwohl das Material zunächst als solcher angeboten und verkauft wurde. Im September 2003 akzeptierte die Internationale Mineralogische Gesellschaft den Namen „Pezzottait“.
Das neue Mineral gehört zur Beryll-Gruppe, und hat einen so hohen Gehalt an Caesium und Lithium, dass diese beiden chemischen Elemente nicht mehr als Spurenelemente angesehen werden können, sonder in die chemische Formel mit aufgenommen werden müssen.
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Den Namen „Pezzottait“ erhielt das neue Mineral nach Dr. Federico Pezzotta vom Naturhistorischen Museum in Mailand in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste zur Mineralogie von Madagaskar. Dr. Pezzotta war an der Entdeckung des neuen Berlly-Minerals beteiligt gewesen. Es handelt sich dabei in Wirklichkeit um ein Mineral, das Beryll eng verwandt ist, aber es ist kein Beryll.
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Der Brechungsindex liegt mit 1.607 – 1.615 höher als für Beryll, das gleiche trifft auf das spezifische Gewicht zu (3.09 – 3.11). Die rosa Farbe ist wahrscheinlich das Resultat von durch Strahlung hervorgerufenen Farbzentren, die mit dreiwertigem Mangan in Verbindung stehen.
Pezzottait ist bis jetzt nur von dem Vorkommen in Madagaskar bekannt geworden. Allerdings wurde in der Zwischenzeit ein aus Afghanistan stammender rosa Beryll (Morganit) im Nachhinein als Pezzottait erkannt.
Ein charakteristisches Einschlussbild des Pezzottait sind geballt auftretende Wachstumsröhren parallel zur c-Achse, die von Kristalleinschlüssen, z.B. eingeschlossenen Turmalinen, ausgehen können.
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