Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »
Start

GIH - Kurier 89
GIH - Kurier 90
GIH - Kurier 91
GIH - Kurier 92
GIH - Kurier 93
GIH - Kurier 95
GHI - Impressum
Eigene Artikel


Seminare
Diamantgraduierung
Synth. Moissanit
Synth. Diamant
Rubin - Saphir
Smaragd
Alter Schmuck
Naturperlen

GIH - alt

Anbieter

Strack, Elisabeth
Gemmologisches Institut Hamburg

Gerhofstraße 19
D-20354 Hamburg

 
Tel: 0049 40 352011
Fax: 0049 40 34 34 19

E-Mail senden
Website öffnen
 
GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain) Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.


GHI - Kurier 89 - Pezzottait aus Madagaskar: ein neuer Edelstein

Die attraktive, tiefe Rosafarbe und der Katzenaugeneffekt, den einige Steine zeigten, fielen auf. Das Material war im November 2002 in einem granitischen Pegmatit in der Nähe von Abatovita im Zentrum Madagaskars entdeckt worden. Anscheinend wurden nur einige Dutzend Kilogramm gefördert.

Es stellte sich bald heraus, dass es sich nicht um Beryll handelte, obwohl das Material zunächst als solcher angeboten und verkauft wurde. Im September 2003 akzeptierte die Internationale Mineralogische Gesellschaft den Namen „Pezzottait“.
Das neue Mineral gehört zur Beryll-Gruppe, und hat einen so hohen Gehalt an Caesium und Lithium, dass diese beiden chemischen Elemente nicht mehr als Spurenelemente angesehen werden können, sonder in die chemische Formel mit aufgenommen werden müssen.

Den Namen „Pezzottait“ erhielt das neue Mineral nach Dr. Federico Pezzotta vom Naturhistorischen Museum in Mailand in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste zur Mineralogie von Madagaskar. Dr. Pezzotta war an der Entdeckung des neuen Berlly-Minerals beteiligt gewesen. Es handelt sich dabei in Wirklichkeit um ein Mineral, das Beryll eng verwandt ist, aber es ist kein Beryll.

Der Brechungsindex liegt mit 1.607 – 1.615 höher als für Beryll, das gleiche trifft auf das spezifische Gewicht zu (3.09 – 3.11). Die rosa Farbe ist wahrscheinlich das Resultat von durch Strahlung hervorgerufenen Farbzentren, die mit dreiwertigem Mangan in Verbindung stehen.

Pezzottait ist bis jetzt nur von dem Vorkommen in Madagaskar bekannt geworden. Allerdings wurde in der Zwischenzeit ein aus Afghanistan stammender rosa Beryll (Morganit) im Nachhinein als Pezzottait erkannt.

Ein charakteristisches Einschlussbild des Pezzottait sind geballt auftretende Wachstumsröhren parallel zur c-Achse, die von Kristalleinschlüssen, z.B. eingeschlossenen Turmalinen, ausgehen können.




Dieser Eintrag ist in folgenden Kategorien gelistet:
Verlage
Schulen, Akademien, Aus- und Weiterbildung für S C H M U C K und GEMMOLOGIE
Sachverständige, Gutachter