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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain)
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GHI - Kurier 89 - Eine neue Behandlungsmethode für blaue Saphire?
Das Gem Trade Laboratory des Gemological Institute of America hat seit Januar 2003 Dutzende von Saphiren untersucht, die sowohl Anzeichen von Hochtemperaturbehandlung als auch merkwürdige Farbkonzentrationen zeigen. Letztere sind vor allem dann zu erkennen, wenn die Saphire in einer Immersionsflüssigkeit, wie z.B. Methylenjodid (Dijodmethan) untersucht werden. Die Konzentrationen an blauer Farbe machen einen schlierigen Eindruck, und sie sind von hellblauen oder farblosen Zonen umgeben, die ihrerseits ebenfalls schlierigen aussehen und bis zur Oberfläche reichen. Weitere Einschlüsse, wie z.B. Fahnen mit Flüssigkeitströpfchen oder Kristalleinschlüsse, wurden so gut wie nicht beobachtet.
Bis jetzt konnten nur Theorien über die Ursache der Farbkonzentration aufgestellt werden. Eine Theorie geht davon aus, dass es sich um Diffusionsbehandlung unter Verwendung von Beryllium handelt, ähnlich wie sie für rosa-orangefarbige Saphire verwendet wird, die in den letzten zwei Jahren für beträchtlichen Wirbel auf dem Markt gesorgt haben (s. auch den Bericht weiter unten).
Allerdings konnten in den blauen Saphiren keine Spuren von Beryllium nachgewiesen werden. Eine zweite Theorie geht von der teilweisen Auflösung des ursprünglichen Saphirs während eines bis jetzt noch nicht genau bekannten Hocherhitzungsprozesses aus, dem das Wachstum eines neuen, synthetischen Saphirs auf dem noch vorhandenen Rest des ursprünglichen Steines folgt. Allerdings konnte bei den bis jetzt durchgeführten Untersuchungen kein synthetischer Saphir nachgewiesen werden.
Man geht davon aus, dass die Behandlung an Rohsteinen erfolgt. Es gilt als sicher, dass eine Hochtemperaturbehandlung vorliegt, die dazu führt, dass eingeschlossene Rutilnadeln aufgelöst und das daraus resultierende Titan im Gitter des Saphirs verteilt wird, ein vergleichbarer Vorgang liegt allen Farbveränderungen mit Hochtemperaturverfahren bei blauen Saphiren zugrunde.
Allerdings lässt sich bei der neuen Produktion nicht erklären, warum die Diffusion der Titanatome sich nur auf innere Bereiche beschränkt und sich nicht gleichmäßig über den gesamten Stein verteilt. Es dürfte noch einige Zeit dauern, bis das Rätsel gelöst ist
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