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Strack, Elisabeth
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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain) Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.


Edelsteinvorkommen in Pakistan

Die Sommerausgabe der ICA GAZETTE, herausgegeben von der International Colored Gemstone Association, berichtet ausführlich über Pakistan. Das Land, von vielen bereits als ein neues Brasilien betrachtet, hat seit einem halben Jahrhundert wahre Edelsteinschätze hervorgebracht. Sie treten in vergleichsweise geringen Mengen auf dem Markt auf und konnten bisher nicht die ihnen gebührende Bedeutung erlangen. Gerade für Entwicklungsländer ist es wichtig, ihre Bodenschätze zum maximalen Nutzen der eigenen

Bevölkerung abzubauen und auf dem Weltmarkt gewinnbringend zu verkaufen..

1951 wurde die erste Edelsteinmine entdeckt und 1978 wurde die Gemstone Corporation of Pakistan gegründet, die den Abbau und die Vermarktung der Edelsteinvorkommen über-wachen sollte. Sie unterstand dem Bergbauministerium.

1997 wurde die Organisation aufgelöst, statt dessen sollte der Abbau privaten Initiativen überlassen werden. Auch dies brachte keinen Erfolg und die Situation ist immer noch als unterentwickelt zu bezeichnen. Schuld an der allgemeinen Misere ist wahrscheinlich an erster Stelle, dass der Abbau nur schwer zu kontrollieren ist. Die meisten Vorkommen liegen in schwer zugänglichen Gebieten, es fehlt an geeigneten Arbeitskräften und an modernen technischen Hilfsmitteln. Entweder wird nach den traditionellen, seit Jahrtausenden üblichen Methoden abgebaut, oder es wird z.B. sinnlos gesprengt, dabei werden wertvolle Edelsteinmaterialien zerstört


Spessartin-Kristall, Höhe ca.5cm, aus dem nördlichen Pakistan. Foto: Jeffrey Scovil.
Sammlung: Bill Larson. Fotowiedergabe mit Genehmigung von Palagems.
Spessartin-Kristall, Höhe ca.5cm, aus dem nördlichen Pakistan. Foto: Jeffrey Scovil. Sammlung: Bill Larson. Fotowiedergabe mit Genehmigung von Palagems.
Die meistens illegal abgebauten Edelsteine werden an einheimische Händler weiterverkauft oder werden zu den Edelsteinmärkten in Peshawar und Quetta gebracht, auf denen andere Händler, sowohl einheimische als auch ausländische, die Steine kaufen und sie exportieren.

Für den Export werden meistens zu niedrige Zahlenangaben gemacht, um weniger oder gar keine Steuern bezahlen zu müssen. Es gibt daher keine verlässlichen Statistiken darüber, wie viel abgebaut und exportiert wird.

Die im Nordwesten von Pakistan gelegene Stadt Peshawar ist seit 1979, dem Jahr der Besetzung Afghanistans durch die damalige Sowjetunion, auch ein Zentrum für den Handel mit afghanischen Edelsteinen.

Insbesondere Kunzite werde über Peshawar gehandelt. Die Regierung scheint wenig Kontrolle auszuüben.

Auf der anderen Seite wird befürchtet, dass zu viel Kontrolle zu einem noch größeren Chaos oder sogar zu einem Abbaustopp führt. Die Lösung könnte darin liegen, ausländische Investoren zu gewinnen. Das Bergbauministerium hatte mit seinen Bemühungen bis jetzt keinen Erfolg.

Westliche Beobachter sehen den Grund dafür in unzuverlässigen Berichten und Gutachten über die Ressourcen im eigenen Land. Bis jetzt sind noch keine ausländischen Experten mit einer Studie zu beauftragt worden.







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