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Strack, Elisabeth
Gemmologisches Institut Hamburg

Gerhofstraße 19
D-20354 Hamburg

 
Tel: 0049 40 352011
Fax: 0049 40 34 34 19

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GG (Graduate Gemologist) und FGA (Fellow of the Gemmological Association of Great Britain) Mitglied im Landesverband Hamburg im Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.


Die Edelsteine

An der ersten Stelle steht Peridot, gefolgt von Aquamarin. Dabei spielen auch ausgesuchte Exemplare für Sammler eine Rolle, die Kristalle von Edelsteinqualität im Muttergestein zeigen. Aus dem pakistanischen Gebiet von Azad-Kaschmir im Himalaya kommen grüne und zweifarbige Turmaline, orangerote Spessartine und rosarote bis rote Rubine und Spinelle. In der Gegend von Katlang im nordwestlichen Mardan-Distrikt werden rosa und lilafarbige Topase abgebaut, die von Sammlern international gesucht sind. Das Rubinvorkommen von Ningaimali im Shontar-Tal in Azad-Kaschmir liegt in einer Höhe von 4.400 Metern . Eine mit Unterstützung der Vereinten Nationen durchgeführte Studie sagt eine Reserve von 25 Tonnen voraus.

Smaragd kommt im Swat-Gebiet vor, die Vorkommen ziehen sich über eine etwa 70 km lange Strecke, die drei bekanntesten Vorkommen sind Shamozai, Mingora und Gujjar Killi. Der Abbau stand bis jetzt unter keinem glücklichen Stern. Es sind außer-ordentlich feine Exemplare bekannt geworden, die mit den besten kolumbianischen Smaragden verglichen werden können. Neben Smaragd kommen auch grüner Grossular und Demantoid (beides Granate) aus dem Swat-Gebiet. Zwei pakistanische Organisationen kümmern sich um die Entwicklung des Edelsteingeschäftes.

Es sind dies das
Export Promotion Bureau of Pakistan
und die
All Pakistan Commercial Exporters Association of Rough and Unpolished Precious and Semi Precious Stones.

Sie organisieren jeweils im Oktober eine viertägige Messe in Peshawar, die bisher noch kaum die so dringend benötigten Käufer aus dem Ausland angezogen hat. Der jetzige Industrieminister hat führende private Firmen im Land um Mithilfe gebeten. Das Resultat dieser Bemühungen, die von der amerikanischen Regierung mit Hilfe der Agency for International Development unterstützt werden, zeigt sich schon darin, dass es jetzt Edelsteinbörsen in Peshawar und Quetta gibt, wo die Rohsteine verkauft werden können. In den Börsen wird es in Zukunft neben Händlern auch Schleifreien, Untersuchungslabors und Zollämter geben, letztere sind vor allem für ausländische Käufer wichtig, die ihre Waren exportieren wollen. Für die Zukunft erhofft man sich eine Stabilisierung der Preise und des Angebots und auch die Möglichkeit, einen statistischen Überblick über die Gesamtproduktion zu bekommen. Darüberhinaus ist es nötig, aus dem Ausland das nötige Know-how zum Schleifen von Steinen zu importieren und Trainingszentren für die Vermittlung von gemmologischem Wissen einzurichten.

Der GIH – Kurier ist eine Veröffentlichung des Gemmologischen Institut Hamburg.
Inh. Elisabeth Strack




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