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"Photographie" vom 14.06.2008

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"Moderne und Zeitgen. Kunst" vom 27.05.08

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"Alte Kunst" vom 16. Mai 2008

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VAN HAM stellt gefälschte Expressionisten sicher
 
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Van Ham Kunstauktionen
Schönhauserstrasse 10-16
D-50968 Köln

 
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Kunst-Auktionshaus für Gemälde Alter und Neuerer Meister, Skulpturen und Plastiken, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Photographie Möbel, Porzellan, Silber, Schmuck, Tapisserien und Orientteppiche.


Auktionstermine
31. 10. 2008 Teppiche, ca. 350 Objekte
20. 11. 2008 - 22. 11. 2008 Europäisches Kunstgewerbe & Schmuck, ca. 850 Objekte
21. 11. 2008 Alte Kunst, ca. 500 Objekte

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Pressemitteilung Mai 2008
Nachbericht zur 263. Auktion "Alte Kunst" vom 16.05.2008

Überraschung am Ufer des Nils

Erwartetes und Unerwartetes sorgte für Spannung bei der Frühjahrsauktion „Alte Kunst“ bei VAN HAM. Die Stillleben von Jacob von Walscapelle und Wille von Aelst waren – wie erwartet – die Spitzenlose im Bereich der Alten Meister (€ 156.500/ € 125.000). Bei den neueren Meistern sorgte Hermann Corrodis Nildarstellung für eine Überraschung; bei Sotheby`s vor einigen Jahren nicht verkauft, erzielte es bei VAN HAM nun ein Ergebnis von 109.800 Euro.

Die Spitzenlose der Altmeisterabteilung waren im Bereich der Stillleben zu finden. Die aus einer Kölner Privatsammlung stammende Früchtegirlande des Jacob von Walscapelle erbrachte mit 156.500 Euro ein sehr gutes Ergebnis (Lot 363/ Taxe € 50.000). Ebenso verhielt es sich mit dem Jagdstillleben des Wille von Aelst, das von 30.000 Euro auf 125.000 Euro kletterte (Lot 386/ Taxe € 30.000). Beide Gemälde gingen erstaunlicher- und erfreulicherweise in die Vereinigten Staaten. Das dritte Stillleben im Bunde, die kleine Kupfertafel mit einem Blumenstillleben des jüngeren Jan Brueghel, ebenfalls aus einer Privatsammlung stammend erfüllte mit 37.500 Euro die Erwartungen deutlich und ging zurück in die Niederlande (Los 377/ Taxe € 30.000).
Der Andechser Eglon Hendrik van der Neer ist als Maler von Porträts eleganter Persönlichkeiten bekannt. Für seine kleine Holztafel mit der Darstellung einer jungen Dame mit kostbarem Perlenschmuck war das Interesse wie erwartet hoch. Vielleicht war es eben diese Eleganz, die einem niederländischen Händler den Kopf verdrehte; die schöne Dame war ihm 50.000 Euro wert (Lot 358/ Taxe € 6.000).
Das überraschend gut erhaltende Waldstück des Amsterdamers Daviid Vinckboons gelangte für 60.000 Euro in den Besitz eines Luxemburgers (Lot 390/ Taxe € 50.000). Zum Interesse an diesem Bild wird auch dessen interessante Provenienz beigetragen haben: Das Bild war einst ein Geschenk des Zaren Nikolaus I.. Die beiden gut erhaltenen und sehr dekorativen Hafenveduten des bologneser Malers Lodovico Mattioli wurden mit zusammen 26.000 Euro (Lot 364,365/ Taxe zusammen € 5.000) einem russischen Sammler zugeschlagen.

Die Abteilung der Neueren Meister zeigt eine erfreuliche Zuschlagsdichte und einige erstaunliche Ergebnisse. Die tief verschneite russische Landschaft von Franz Krüger ist ein herausragendes Beispiel seines Schaffens in Russland und kehrt nun für 45.000 Euro wieder an den Ort seiner Entstehung zurück (Lot 505/ Taxe € 10.000).
Die wohl bemerkenswerteste Steigerung erfuhr die Arbeit Hermann Corrodis, die im Jahre 2000 bei Sotheby`s unverkauft blieb. Um das atmosphärische Bild der Frauen am Nil mit den Pyramiden im Hintergrund wetteiferten Interessenten aus den entferntesten Ländern wie Argentinien oder den Vereinigten Staaten, aber auch aus dem europäischen Ausland. Die Beharrlichkeit eines Amerikaners machte sich schließlich bezahlt. Das Werk geht nun für mehr als das Fünffache der Schätzung, 109.800 Euro, über den großen Teich (Lot 539/ Taxe € 18.000).
Die deutschen Maler verkauften sich wie gewohnt gut. Das gleißende Morgenlicht des Bildes von Johann Wilhelm Schirmer überzeugte einen deutschen Privatmann für 25.000 Euro (Lot 470/ Taxe € 8.000). Auch aus der Düsseldorfer Schule blieb das Stillleben von Emilie Preyer für 30.000 Euro in Deutschland (Lot 552/ Taxe € 24.000). Ebenfalls einem deutschen Privatmann wurde Heinrich Herrmanns Blick über das abendliche Neapel zugeschlagen. Er honorierte das überaus seltene Motiv dieses Malers mit 23.750 Euro (Lot 663/ Taxe € 4.400).
Das beste „deutsche“ Ergebnis erzielte die Arbeit Ludwig von Hofmanns. Die feine Jugendstilarbeit wechselte für 67.000 Euro in amerikanischen Besitz (Lot 628/ Taxe € 50.000).
Erwähnung finden sollen auch die Holländer aus dem reichen Angebot Neuerer Meister. Nach einem telefonischen Bietgefecht ging Wouter Verschuurs eindrucksvolle Darstellung eines Pferdestalls für 30.000 Euro in die Niederlande (Lot 598/ Taxe € 3.400), genau wie die Winterlandschaft von Jan Jacob Spohler für 31.250 Euro (Lot 611/ Taxe € 26.000). Eine Besonderheit war der Bachlauf im Winterwald von dem in Den Haag geborenen und gestorbenen Louis Apol (Lot 713).

Dicht beboten bis 33.750 Euro fand das für 2.200 Euro sehr interessant taxierte Bild ebenfalls seinen Weg in den niederländischen Handel. Überzeugen konnte es nicht nur durch seinen ausgezeichneten Erhaltungszustand, sondern auch durch die Tatsche, dass Werke des Künstlers ohne Figurenstaffage äußerst selten zu finden sind. Ferner handelt es sich bei der Arbeit um eines seiner außergewöhnlichen Spätwerke, die sich durch ihren aufgelösten Strich von Apols frühem Werk und auch dem seiner Zeitgenossen unterscheidet.

Eine junges Thema bei VAN HAM sind die Arbeiten auf Papier, welche dieses Jahr erstmals zum Aufruf kamen. Der Triumphzug Neptuns und seiner Gemahlin zog in diesem Fall nicht ganz so weit und blieb für 19.000 Euro in Deutschland (Lot 302/ Taxe € 15.000). Giovanni Battista Piazettas Kopfstudie hingegen, die aus der berühmten Sammlung des Barons Lanna aus Prag stammte, gelangte für 15.000 Euro in den Besitz eines Italieners (Lot 307/ Taxe € 5.000).

Abschließend kann VAN HAM mit einer Verkaufsquote von 82 % der Gesamttaxe auf eine erfolgreiche Auktion „Alte Kunst“ zurück blicken.



Alle Ergebnisse verstehen sich inkl. Aufgeld.

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VAN HAM Kunstauktionen, gegründet 1959, ist ein Familienunternehmen, das in zweiter Generation von Markus Eisenbeis als pers. haft. Gesellschafter geleitet wird. Im Jahr 2007 wurde ein neuer Umsatzrekord mit € 20 Mio. erzielt.
Damit gehört VAN HAM Kunstauktionen zu den führenden Auktionshäusern in Deutschland, das ca. 12 international beachtete Auktionen jährlich durchführt, in denen regelmäßig neue Auktionsweltrekorde aufgestellt werden.
Die Auktionen teilen sich in folgende Themen auf: "Malerei und Skulpturen 16.-19. Jh“, „Europäisches Kunstgewerbe“, "Moderne und Zeitgenössische Kunst", "Photographie", "Teppiche/Tapisserien" und "Dekorative Kunst" .




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