| Nachbericht zur 264. Auktion "Sammlung Laurenzen" vom 15.05.2008 Die Erfolgsgeschichte von farbigem Glas und weißen Handschuhen Dass man als Kunstexperte zum Anfassen feiner Kunstgegenstände weiße Handschuhe trägt, weiß fast jeder; dass der Auktionator nach einem so genannten „White Glove Sale“ weiße Handschuhe tragen darf, die ihm dann traditionell als hohe Auszeichnung überreicht werden, weiß hingegen fast niemand. Warum ebenfalls nur wenige wissen, was ein „White-Glove-Sale“ überhaupt ist, resultiert aus der Tatsache, dass der Ausdruck nur selten zur Anwendung kommt. Doch bei VAN HAM Kunstauktionen bestätigen dieses Frühjahr Ausnahmen die Regel: Sämtliche Stücke der Sammlung Laurenzen konnten bei der Frühjahrsauktion zu herausragenden Preisen verkauft werden – eine Auktion, in der alle Lose den Besitzer wechseln, ist wahrlich eine Besonderheit! Wer dabei war, wird diese außergewöhnliche Atmosphäre so schnell nicht vergessen. Der Saal war bis zum letzten Platz belegt, die Telefone liefen heiß – die Stimmung im Saal knisterte! Sammler aus aller Welt überboten sich im Saal und an den Telefonen. Alle 125 Art Déco Glasarbeiten der Manufaktur Schneider aus der Linie „Verre Français“ konnten am Donnerstag zu teilweise außergewöhnlichen Preisen versteigert werden. Die herausragenden Preissprünge einzelner Objekte wurden von Sammlern anerkennend bestätigt. Mit 256.000 Euro konnte mehr als das doppelte der Taxe erzielt werden. Shootingstar der Auktion war die Vase „Poissons“. Die durch Algen schwimmenden Fische schwärmen nun für einen Rekordpreis von 15.000 Euro zu einem Privatmann nach Italien. Dieser schätzt sich glücklich, dieses momentan auf dem Markt einzigartige Motiv zu besitzen (Lot 119/ Taxe € 1.000). Er konnte sich in einem spannenden Bietergefecht durchsetzen gegen eine eindrucksvolle Vielfalt internationaler Sammler aus Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und den USA. Weitere besondere Ergebnisse sollen im Folgenden kurz Erwähnung finden: - Die Große Vase „Anémones de mer“ ging als weiterer Höhepunkt für 11.900 Euro nach Großbritannien. Auch hier musste sich der Käufer gegen Bieter aller Herren Länder durchsetzen (Los 20/ Taxe € 1.000).
- Die Vase „Palmiers jaunes“ hat mit ihrem besonderen Dekor von stilisierten Palmen einen belgischen Privatmann für 8.750 Euro überzeugen können (Lot 120/ Taxe € 600).
Das Haus ist stolz darauf, diese ihm anvertraute Sammlung so erfolgreich vermarktet zu haben, die bis dato auf dem Kunstmarkt in solchem Umfang einzigartig war. Der Einsatz für den aufwändigen Sonderkatalog, der von den Autoren des Standardwerkes Gerold Meier und Marie Christine Joulin begleitet wurde, hat sich über alle Maßen gelohnt. Der Katalog – von Sammlern hoch geschätzt – wird als unentbehrliches Nachschlagewerk auch in Zukunft seine Gültigkeit nicht verlieren. Er wird die Erinnerung an diese einzigartige Sammlung bewahren… auch wenn Herr Eisenbeis vom Tragen der weißen Handschuhe bei den folgenden Auktionen Abstand genommen hat. Alle Ergebnisse verstehen sich inkl. Aufgeld. Auf unserer Homepage (www.van-ham.com) steht Ihnen unser vollständig illustrierter Katalog online sowie die Pressemeldung zur Verfügung.
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 Pressemitteilung Mai 2008
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