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VAN HAM stellt gefälschte Expressionisten sicher
 
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Van Ham Kunstauktionen
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D-50968 Köln

 
Tel: +49 221 9258620
Fax: +49 221 9258624

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Kunst-Auktionshaus für Gemälde Alter und Neuerer Meister, Skulpturen und Plastiken, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Photographie Möbel, Porzellan, Silber, Schmuck, Tapisserien und Orientteppiche.


Auktionstermine
05. 12. 2008 Photographie, ca. 450 Objekte

Gefälschte Expressionisten
Die Diskussion um berühmte Werke expressionistischer Kunst, einen italienischen Restaurantbesitzer, Kunstexperten und die in der Presse viel diskutierte Frage, ob es sich um Fälschungen handelt oder nicht, ist zu einem definitiven Ergebnis gekommen.

Kurze Rückblende: Im Herbst 2007 erhielt das Kunsthaus VAN HAM per Post Fotos von dem italienischen Gastwirt Dominico Peloso, die insgesamt fünf Bilder berühmter Maler zeigten, darunter Karl Hofer, Max Beckmann und drei Werke von Karl Schmidt-Rotluff. Herr Peloso handelte im Auftrag Leonardo Melchiondas, der die Bilder nach eigenen Aussagen in den 60er Jahren von einer Bauherrin aus Iserlohn geschenkt bekam.
Bei der Prüfung der Originale durch die Experten von VAN HAM stellte sich u.a. heraus, dass ein Rechtschreibfehler im Titel auf der Rückseite eines Gemäldes von Schmidt-Rottluff, wie er auf dem vorab zugesandten Foto noch sichtbar war, nun retuschiert und korrigiert worden waren. Auf jenem Foto hieß die Betitelung fälschlicher Weise „Libespaar“, auf dem Original jedoch zu einem späteren Zeitpunkt „Liebespaar“. Dies bestätigte nicht nur die Zweifel an der Authentizität der Werke, sondern deutete auf eine Betrugsabsicht hin. Da es sich auch bei den weiteren Arbeiten nach Ansicht der Experten von VAN HAM um nicht authentische Arbeiten handelte, wurden alle fünf Gemälde der Polizei übergeben.

Die Stellungnahmen der für die jeweiligen Künstler international anerkannten Experten bestätigen, dass es sich um Fälschungen handelt. Herr Professor Hermann Gerlinger, Experte für Schmidt-Rottluff, teilt die Meinung der Experten von VAN HAM: „Es besteht kein Zweifel, daß die drei in Frage stehenden Gemälde… nicht von Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) gemalt sind. Es sind äußerst plumpe Fälschungen“. Auch Mayen Beckmann, Enkelin von Max Beckmann, hält fest, „daß es sich um eine Kopie eines Details … von einem Dilettanten handelt“.

Ebenso hat Herr Wohlert aus gutem Grund nie ein Gutachten erstellt. Wie er uns nun schriftlich bestätigte, handelt es sich bei dem Bild „Frau mit Birnenkorb“um keine authentische Arbeit und wird deshalb nicht in das in Kürze bei VAN HAM Art Publications erscheinende Werkverzeichnis aufgenommen.

Fazit: Die Auktualität dieses Falls verdeutlicht das Zitat aus der Januarausgabe der WELTKUNST 2008, welches im Zusammenhang mit der in der Öffentlichkeit viel diskutierten Ausstellung in Münster „Wa(h)re Lügen“ enstand, in der Originale und deren Fälschungen in einen Dialog gestellt wurden: „Authentizität und Echtheit der Ware sind im Markt lebensnotwendig“. Bei den hier eingelieferten Bildern handelt sich offensichtlich um mutwillige Fälschungen, die VAN HAM Dank der guten Zusammenarbeit mit den jeweiligen Experten und der Polizei vom Markt genommen hat und somit einen Beitrag zum funktionierenden Markt und zum guten Ruf des Kunsthandels leisten konnte.




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