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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die österreichische Klassische Moderne und Kunst der Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler des Hagenbundes


EDUARD BÄUMER
Castellaun/Hunsrück 1892 - 1977 München


Eduard Bäumer wird 1892 in Castellaun im Hunsrück geboren und wächst in Frankfurt am Main auf. Er studiert, unterbrochen von den Kriegsjahren im Militärdienst, am Frankfurter Kunstinstitut Städel und besucht von 1928 bis 1929 die Itten- Schule in Berlin. Mit Johannes Itten verbindet ihn eine lebenslange Freundschaft. Von 1930 bis 1931 ist er in Paris, aber seine große Liebe gilt stets Italien, das er bereits 1924 erstmals bereist hatte. 1933 verlässt er mit seiner Frau Valerie und seiner Tochter Deutschland und lässt sich in Salzburg nieder. Nach Kriegsausbruch wird das Leben als Maler zusehends schwieriger, bis seine Kunst als „entartet“ gänzlich verboten wird. In den letzten Kriegsjahren gelingt es der Familie nur versteckt der Verfolgung zu entgehen. Zwei Jahre nach Kriegsende wird er als Leiter einer Meisterklasse an die Akademie für angewandte Kunst nach Wien berufen, wo er bis 1963 unterrichtet. Schon während seiner Lehrtätigkeit, aber vor allem nach der Emeritierung verlebt er jährlich mehrere Monate in Tropea, einer kleinen kalabrischen Stadt. Trotz seiner großen Liebe zu Frankreich, zu Paris und zur Provence, ist es dann doch Italien, in dem er seine endgültige malerische Heimat findet. Das einfache Leben, das mediterrane Licht und die unerschöpflichen Eindrücke lassen Eduard Bäumer bis zu seiner letzten Reise im Herbst 1975 nicht mehr los. 1977 stirbt er in München an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Eduard Bäumer was born in 1892 in Castellaun in Hunsrück and grew up in Frankfurt am Main. He was a student at the Kunstinstitut Städel in Frankfurt, although his studies were interrupted by military service during the war years. From 1928 to 1929 he attended the Itten School in Berlin; Bäumer and Johannes Itten became lifelong friends. From 1930 to 1931 he was in Paris but his great love was always Italy, where he had travelled for the first time in 1924. In 1933 he left Germany with his wife Valerie and daughter and they settled in Salzburg. After the war broke out his life as a painter became noticeably more difficult until his art was labelled as ‘degenerate’ and forbidden. In the last years of the war his family only managed to escape persecution by going into hiding. Two years after the end of the war he was appointed head of the master class at the College of Applied Art in Vienna, where he taught until 1963. While he was still teaching, and even more so after he had retired, he spent several months a year in Tropea, a small Calabrian town. Despite his great love for France – for Paris and Provence – it was in Italy that he ultimately felt most at home as a painter. The simple life, the Mediterranean light and the inexhaustible source of impressions captivated Eduard Bäumer up until his very last trip in autumn 1975. He died in 1977



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