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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die österreichische Klassische Moderne und Kunst der Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler des Hagenbundes


HERBERT BOECKL
Klagenfurt 1894 – 1966 Wien9


Der 1894 geborene Kärntner Boeckl bemüht sich vergeblich um Aufnahme an die Wiener Akademie der bildenden Künste und beginnt 1912 ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule. Vor allem die Ideen Adolf Loos, dessen Privatschüler er wird, faszinieren ihn. Von 1914 –1918 ist er Soldat im Ersten Weltkrieg, vorwiegend an der Front gegen Italien. 1917 beginnt er - im Grunde Autodidakt - regelmäßig zu malen. 1918 schließt er einen Vertrag mit dem Kunsthändler Gustav Nebehay in Wien ab, der ihm 1921/22 zunächst einen Studienaufenthalt in Berlin und danach ausgedehnte Reisen nach Paris und Palermo ermöglicht. Von 1926 bis 1928 lebt Böckl in Kärnten, wo er erste Kontakte mit dem Nötscher Kreis um Franz Wiegele und Anton Kolig aus dem Jahre 1919 intensiviert, ohne sich jedoch dieser Gruppe anzuschließen. Ab 1928 lebt er wieder vorwiegend in Wien. 1935 - 39 leitet er hier die allgemeinen Malschule, daran anschließend unterrichtet er bis 1966 im ‚Abendakt’ an der Akademie der bildenden Künste, deren Rektor er auch 1945/46 und 1962 - 65 ist. 1952 wird er Mitglied der Wiener Secession, 1960 ihr Ehrenmitglied. Mehrfache Teilnahmen an wichtigen internationalen Ausstellungen wie 1935 bzw. 1958 an der Weltausstellung in Brüssel, 1936, 1950 und 1964 an der Biennale in Venedig, sowie 1959 an der Biennale in Sao Paulo zeugen von seinem stetig wachsendem Ruhm. Boeckl ist einer der bedeutendsten Vertreter der österreichischen Malerei des zwanzigsten Jahrhunderts. Ausgehend von dem ‚malerischen Expressionismus’ seiner Frühzeit gelangt er immer mehr zu einem konstruktiven Bildaufbau, in dem jedoch die Farbe ihre Stellung als zentraler Ausdrucksträger beibehält. Er widmet sich vor allem der Landschafts-, Portrait-, Stillleben- und Figurenmalerei und beschäftigt sich auch mit religiöser Thematik.

The Carinthian artist Boeckl was born in 1894 and after unsuccessful applications to the Vienna Academy of Fine Arts, he started studying architecture at the Technical College in Vienna in 1912. He was particularly fascinated by Adolf Loos’s ideas and became his private student. From 1914–18 he was a soldier in the First World War, mainly on the Italian front. In 1917 he started painting regularly, largely as a self-taught artist. In 1918 the art dealer Gustav Nebehay made a contract with Boeckl in Vienna which funded a study trip for the artist to Berlin in 1921/22 and later long trips to Paris and Palermo. From 1926–28 Boeckl lived in Carinthia where he developed his contacts with the Nötsch Circle around Franz Wiegele and Anton Kolig, whom he had first met in 1919. However, he never actually joined this group. From 1928 onwards he was predominantly resident in Vienna again. From 1935–39 he was head of the School of Painting at the Academy of Fine Arts and from 1939–66 he taught the Abendakt, the evening life drawing class. In 1945/46 and 1962–65 he was the Academy’s rector. In 1952 he became a member of the Vienna Secession and was made an honorary member in 1960. He participated in major exhibitions like the World Exhibition in Brussels (1958), the Biennale in Venice (1936, 1950 and 1964) and the Biennale in Sao Paulo (1959) and these testify to his growing fame. Boeckl is one of the most important representatives of Austrian painting in the twentieth century. Starting with the ‘painterly Expressionism’ of his early work he increasingly developed a constructive pictorial structure in which colour still retained its role as the central means of expression. He devoted himself especially to landscapes, portraits, still lifes and figurative painting and also tackled religious subjects.



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