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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die österreichische Klassische Moderne und Kunst der Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler des Hagenbundes


WILLY EISENSCHITZ
Wien 1889 - 1974 Paris


Willy Eisenschitz wird 1889 als Sohn eines jüdischen Anwalts in Wien geboren. Gegen den Willen des Vaters studiert er ab 1910 an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach nur zwei Jahren zieht es ihn aber nach Paris, dem Zentrum der „modernen“ Malerei. Er schreibt sich an der Académie de la Grande Chaumière ein. Der junge Künstler ist beeindruckt von der Malerei der französischen Impressionisten, der Malerei Gauguins und Cézannes, eine Faszination, die ihn Zeit seines Lebens begleiten wird. Er lernt Claire Bertrand, eine Studienkollegin kennen, die er 1914 heiratet. Im selben Jahr beschickt er seine erste Ausstellung „Junge Künstler Österreichs“ an der Wiener Secession. Während des ersten Weltkrieges ist er als „feindlicher Ausländer“ interniert, ab 1917 lebt er mit seiner Familie – Claire ist ihm mit den beiden Kindern gefolgt – in Luzern. Die Ausreise war ihm, seiner angegriffenen Gesundheit wegen, erlaubt worden. Nach Kriegsende, 1919, weilt er kurz in Wien, im Folgejahr zieht es ihn aber wieder nach Paris. 1921 verbringt er den Sommer in der Provence und entdeckt den Süden Frankreichs für seine Malerei. 1925 zieht er mit seiner Familie nach Dieulefit im Departement Drôme, auch diese Landschaft wird ihm zum liebgewonnenen Motiv. 1927 übersiedelt die Familie in die Nähe von Toulon. Eisenschitz ist Mitglied der Société Nationale des Beaux-Arts und ab 1930 korrespondierendes Mitglied des Hagenbundes. 1935 nimmt er die französische Staatsbürgerschaft an. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges gibt es eine neuerliche Übersiedelung in das sicherere Dieulefit. 1969, nach dem Tod seiner Frau Claire, zieht es Eisenschitz wieder nach Paris, wo er bis zu seinem Lebensende 1974 wohnt und arbeitet. Wie sehr sein Werk zeitlebens bereits geschätzt wurde, bezeugen zahllose Ausstellungen in Frankreich, England und Übersee, sowie Ankäufe von namhaften Museen.

Willy Eisenschitz was born in 1889 as the son of a Jewish lawyer in Vienna. Against his father’s will he started studying at the Academy of Fine Arts in Vienna in 1910. After only two years he fell under the spell of Paris, the centre of ‘modern’ painting. He enrolled at the Académie de la Grande Chaumière. The young artist was fascinated by the painting of the French Impressionists, Gauguin and Cézanne – a fascination that was to preoccupy him all his life. He met Claire Bertrand, a fellow student, and they were married in 1914. In the same year his work was exhibited for the first time at an exhibition called ‘Young Artists from Austria’ at the Vienna Secession. During the First World War he was interned as an ‘enemy foreigner’; from 1917 he lived with his family in Lucerne (Claire had joined him with their two children). On account of his rather fragile state of health he was allowed to leave the country. After the end of the war, in 1919, he spent a brief interlude in Vienna, yet the following year he was again drawn to Paris. In 1921 he spent the summer in Provence and discovered the South of France for his paintings. In 1925 he moved to Dieulefit in the Departement of Drôme and he also grew fond of this scenery as a motif. In 1927 he settled with his family in the vicinity of Toulon. Eisenschitz became a member of the Société Nationale des Beaux-Arts and from 1930 he was a corresponding member of the Hagenbund. He became a French citizen in 1935. At the beginning of the Second World War he again moved to Dieulefit, which was safer. In 1969, after his wife Claire had died, Eisenschitz moved back to Paris and he stayed here until his death in 1974. The acclaim that his work enjoyed, even during his lifetime, is reflected in the countless exhibitions in France, England and overseas as well as purchases made by notable museums.



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