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Wienerroither & Kohlbacher GmbH Kunsthandel - Austrian Fine Art
Strauchgasse 2 (neben dem Café Central)
A-1010 Wien
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Tel: 0043 1 533 99 77
Fax: 0043 1 533 99 88
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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die
österreichische Klassische Moderne und Kunst der
Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler
des Hagenbundes
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ARTUR NIKODEM Trient 1870 - 1940 Innsbruck
Artur Nikodem wird am 6. Februar 1870 in Trient geboren. Nach eigenen Angaben besucht er die Münchener Akademie
unter Franz von Defregger und Wilhelm Kaulbach und die Akademie in Mailand, wo er Campestrini als Lehrer erwähnt.
Auslandsaufenthalte führen ihn nach Florenz und Paris. Während des ersten Weltkrieges tritt er als Postbeamter in den
österreichischen Staatsdienst ein. 1893 zieht er nach Meran, wo er 14 Jahre verbringt. Dort tritt er dem ca. 1903 gegründeten
Meraner Künstlerbund bei und ist regelmäßig auf dessen Ausstellungen vertreten. 1908 zieht er mit seiner Familie nach
Innsbruck, wo er bis zum Ende seines Lebens bleibt. Er ist als freischaffender Künstler in Innsbruck tätig und beschickt
zahlreiche Ausstellungen. Nikodems Schaffen ist wichtiger Bestandteil der Tiroler Moderne der Zwischenkriegszeit, die
geprägt ist von der Auseinandersetzung mit den neuen Strömungen der Münchener Szene und dennoch der Tradition der
Tiroler Landschaftsmalerei verhaftet ist. Die Wurzeln seiner Malerei liegen aber auch im Wiener Jugendstil und im
Secessionismus. Seine größten Erfolge feiert er nach Ausstellungen in Deutschland von 1925 bis 1931. Nikodem ist auch als
Fotograf tätig. Seinen Fotografien werden heute bereits vielbeachtete Ausstellungen (New York, München, Bochum etc.)
gewidmet. Im Nationalsozialismus wird er aus verschiedenen Künstlervereinigungen ausgeschlossen, seine Kunst für
„entartet“ erklärt. Teile seines Werkes werden in Nürnberg zerstört. Seine malerische Tätigkeit kann er nach dem Anschluss
nur zurückgezogen und ohne Ausstellungsmöglichkeit ausüben. Nikodem begibt sich in eine Art „innere Emigration“, nur
ihm sehr Nahestehende haben die Möglichkeit, seine Arbeiten zu sehen. Nach seinem Tod 1940 verwaltet seine Witwe
Barbara den Nachlass. 1952 wird in Innsbruck die letzte große Gedächtnisausstellung veranstaltet. Erst wieder 1990,
anlässlich des 50. Todestages des Künstlers, initiiert die Stadtturm-Galerie in Innsbruck eine Ausstellung mit Werken des
Künstlers. Im Jahr 2000 widmet ihm das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck eine umfangreiche Ausstellung
mit Katalog.
Artur Nikodem was born on 6 February 1870 in Trient. According to the artist he attended the Munich Academy, where he
was taught by Franz von Defregger and Wilhelm Kaulbach, and the Academy in Milan, where he mentioned Campestrini as
his teacher. He travelled abroad to Florence and Paris. During the First World War he entered Austrian state service as a postoffice
official. In 1893 he moved to Meran, where he lived for fourteen years. He joined the artist association Meraner
Künstlerbund here, which was founded in c. 1903, and participated regularly in its exhibitions. In 1908 he moved to Innsbruck
with his family, where he stayed for the rest of his life. He worked as an independent artist in Innsbruck and his work featured
in numerous exhibitions. Nikodem’s art made an important contribution to Tyrolean modernism between the wars.
This was characterized by a reaction to new trends in the Munich art scene at the same time as being rooted in the tradition
of Tyrolean landscape painting. The origins of his style can also be traced to Viennese Jugendstil and Secessionism. He met
with his greatest successes in exhibitions in Germany between 1925 and 1931. Nikodem was also a photographer and today
there are much-acclaimed exhibitions of his photographs (in New York, Munich, Bochum etc.). In the Nazi period he was
expelled from various artist associations and his art was deemed ‘degenerate’. Some of his work was destroyed in Nuremberg.
After the Anschluss he was only able to paint in private and there were no opportunities to exhibit. Nikodem endured a kind
of ‘inner emigration’ and only those closest to him had the chance to see his work. After his death in 1940, his widow Barbara
administered his estate. In 1952 the last commemorative exhibition of his work was held in Innsbruck. It was not until 1990,
on the fiftieth anniversary of the artist’s death, that the Stadtturm Galerie in Innsbruck initiated a show about the artist. In
2000 the Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck devoted an extensive exhibition to this artist, accompanied by
a catalogue. |
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