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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die österreichische Klassische Moderne und Kunst der Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler des Hagenbundes


WOLFGANG PAALEN
Wien 1905 – 1959 Mexico City


Der 1905 in Baden bei Wien geborene Wolfgang Paalen geht mit 16 Jahren nach Rom, München, Berlin und Paris, um Malerei zu studieren. Sein Frühwerk zeugt von der Auseinandersetzung mit den damals prägenden Stilrichtungen Fauvismus, Neo-Impressionismus, Kubismus und Orphismus. 1934 – 36 ist er gemeinsam mit Kandinsky, Klee und Arp Mitglied der Gruppe “abstraction-création“ und beteiligt sich 1936 an der großen Surrealistenausstellung in London. Speziell die von ihm erfundene Fumage Technik sorgt als eine dem Unbewussten möglichst viel Raum gewährende Form des Automatismus für Furore: Leinwände werden mit der ölbemalten Seite über eine Kerze bewegt, so daß archaisch anmutende Rauchspuren entstehen. Daher gehört er während seiner Pariser Zeit auch zum engsten Kreis der Surrealisten um Breton, von denen er sich 1942 aufgrund unvereinbarer philosophischer Anschauungen distanziert. 1939 verläßt er Europa um sich nach ausgedehnten Reisen in Mexiko niederzulassen, wo er in Frida Kahlo und Diego Rivera ähnlich universell denkenden Künstlerpersönlichkeiten begegnet. Die Emigration bedeutet für den Weltbürger Paalen kaum einen Bruch in seinem Schaffen, seine Arbeiten finden weiterhin internationalen Anklang und gelten in ihrer eigenständigen Kombination von biomorphen und automatischen Elementen als in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. 1959 erschießt sich dieser wichtige Maler und Theoretiker, dessen facettenreiches Werk in letzter Zeit vor allem wegen seines Einflusses auf die amerikanischen Abstrakten Expressionisten, auf Künstler wie Motherwell, Pollock und Rothko geschätzt wird.

Born in 1905 in Baden near Vienna, Wolfgang Paalen set out at the age of sixteen to study painting in Rome, Munich, Berlin and Paris. His early work reflects how he examined the dominant styles of the time: Fauvism, Neo-Impressionism, Cubism and Orphism. From 1934 to 1936 he was a member of the group ‘abstraction-création’ with Kandinsky, Klee and Arp and participated in the large Surrealist exhibition in London in 1936. The fumage technique which he had invented caused a stir. This form of automatism left a great deal of scope for the unconscious: canvases were moved across a candle on the side painted with oils, creating smoke stains with an archaic appearance. During his period in Paris he was one of the artists in Breton’s close circle. However, he distanced himself from Breton in 1942 because of incompatible philosophical views. In 1939 he left Europe and after travelling settled in Mexico where he met Frida Kahlo and Diego Rivera, two artists whose thinking was similarly universal. Emigrating did not result in any obvious change in the work of the citizen of the world Paalen. His art continued to be well received internationally and was seen in many ways as ground-breaking in its independent combination of biomorphic and automatic elements. In 1959 this important painter and theorist shot himself. In recent years his varied work has been esteemed especially for his influence on American Abstract Expressionists like Motherwell, Pollock and Rothko.



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