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Den Schwerpunkt unseres Galerieprogrammes bilden die österreichische Klassische Moderne und Kunst der Zwischenkriegszeit, insbesondere Oskar Kokoschka und die Künstler des Hagenbundes


GEORGE GROSZ Berlin 1893 – 1959 Berlin
Der sozialkritische Maler und Graphiker Georg Ehrenfried Grosz wird am 26. Juli 1893 in Berlin geboren. Nach Studien an der Kunstakademie in Dresden und an der Kunstgewerbeschule in Berlin unter Emil Orlik von 1912 – 1917 und einer kurzen Einberufung in den Krieg wird er mit literarischen Beiträgen und Zeichnungen in satirischen Zeitungen, u.a. dem „Simplicissimus“ in der Kunstwelt bald bekannt. 1916 ändert er seinen Namen in George Grosz, 1919 veranstaltet er gemeinsam mit Hausmann und Heartfield die erste Berliner Dada-Messe, 1920 ein dadaistisches Marionettentheater. Grosz gibt selbst satirische Zeitschriften heraus, vollendet mehrere Mappenwerke und gestaltet Bühnenbilder. Seine aggressiven und provokanten Bildinhalte bringen den Künstler oft in Konflikt mit der Justiz. 1933 emigriert er in die USA, bevor seine Bilder von den Nationalsozialisten als entartet erklärt werden. Bereits 1938 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft, es gelingt ihm aber nicht, an die Erfolge und Anerkennung seiner Berliner Zeit anzuschließen. Im selben Jahr seiner Rückkehr nach Deutschland stirbt George Grosz am 6. Juli 1958. Als Chronist und Kritiker seiner Zeit entwickelt sich George Grosz zu einem der schärfsten Satiriker der deutschen Kunst. Mit psychologischer Schärfe verbunden mit neusachlicher Genauigkeit prangert er die Klassengegensätze der Weimarer Republik sowie die Großstadt mit ihren Abseitigkeiten in ausdrucksstarken Bildern an. Kubistische und fauvistische Elemente werden verarbeitet, doch favorisiert er zugunsten einer allgemein verständlichen Bildsprache die realistische Wiedergabe. In seinem Spätwerk in den USA wird sein Werk zusehends unpolitischer und dekorativer, beschäftigt er sich hauptsächlich mit malerischen Motiven von Stillleben, Akten und Landschaften.

The socio-critical painter and draughtsman Georg Ehrenfried Grosz was born in Berlin on 26 July 1893. He studied at the Academy of Art in Dresden and from 1912 to 1917 at the College of Applied Art in Berlin with Emil Orlik. He also served briefly in the First World War. He soon became renowned in the art world for his literary pieces and illustrations in satirical journals, for example for Simplicissimus. In 1916 he changed his name to George Grosz. In 1919 he organized the ‘First International Dada Art Fair’ in Berlin with Hausmann and Heartfield, and in 1920 created a Dada puppet theatre. Grosz published satirical journals, completed several portfolios and designed stages sets. The aggressive and provocative subjects of his pictures often brought him into conflict with the judiciary. In 1933 he emigrated to the USA, before the Nazis denounced his pictures as degenerate. He became an American citizen in 1938, but did not achieve the success and recognition of his Berlin period in his adopted country. He returned to Germany and died that same year on 6 July 1959. As chronicler and critic of his time, George Grosz developed into one of the most caustic satirists in German art. With psychological incisiveness combined with matter-of-fact exactitude, he denounced the class oppositions of the Weimar Republic and the perversities of city life in boldly expressive pictures. He absorbed Cubist and Fauvist elements, yet he favoured a more widely understandable, realistic style. In his late career in the USA his work became less political and more decorative and he concentrated on painterly motifs like still lifes, nudes and landscapes.



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