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Tierisches und Vegetablisches Elfenbein
Verschiedene Tiere liefern Elfenbein
Elfenbeinschnitzereien unterscheiden sich im Aussehen des Materials oft von anderen, was u. a. auf die Verwendung verschiedener Elfenbein-Arten zurückzuführen ist.
Während im gemmologischen Sinn alle Zähne von Säugetieren als Elfenbein gelten, werden im Bereich der bildenden und der angewandten Kunst nur jene Materialien als Elfenbein angesprochen, die für bildnerische Arbeiten relevant sind. Es ist heute Allgemeinwissen, dass es sich bei dem hierfür verwendeten Elfenbein überwiegend um das Stoßzahnmaterial des Elefanten, d. h. um Dentin handelt.
Weniger bekannt ist dagegen, dass für bildhauerische Arbeiten nicht nur die Stoßzähne des Afrikanischen und des Asiatischen Elefanten sowie die des ausgestorbenen Mammuts Verwendung finden, sondern auch die Eckzähne des Flusspferdes, die Hauer des Walrosses, die Zähne des Pottwals und der Spitzzahn des Narwals. In manchen Aufstellungen werden auch die Hauer verschiedener Wildeber angeführt, etwa die des afrikanischen Warzenschweins. Für bildnerische Arbeiten sind aber nur die vorab erwähnten Materialien von Bedeutung. Wenn ein anderes Zahnbein als das des Elefanten-Stoßzahns Verwendung findet, sollte dies immer angegeben werden (Mammut-Elfenbein etc.).
Allerdings lässt sich bei kleinen geschnitzten Objekten oft nicht einmal mit Hilfe eines Auflichtmikroskopes feststellen, um welches Zahnmaterial es sich handelt. Siehe unter Erkennungs- und Untersuchungsmethoden,
Fälschlich als Elfenbein (Hornbill Ivory) bezeichnet wird der elfenbeinfarbene Schnabelaufsatz diverser Hornvögel, z. B. der des Doppelhornvogels (Dichoceros bicornis L.), da die Schnäbel aus Keratin, also aus Hornsubstanz, gebildet sind, nicht aber aus Zahnbein. |
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