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Maserung des Elfenbeins

Im Vergleich von Elefant und Mammut

Wird ein Stoßzahn der Länge nach durchsägt, so ist besonders beim Milchbein, dem Stoßzahnmaterial des Afrikanischen Steppenelefanten aus dem Osten und Süden Afrikas, beim Zahnbein des aus Asien stammenden Elefanten und auch beim Mammut eine von der Zahnmasse sich unterscheidende etwas dunklere, geflammte Zeichnung zu sehen die an die Maserung von Holz erinnert und auch Maserung genannt wird. (Bei einem Schnitt quer zur Längsachse werden beim Holz die sogenannten Jahresringe sichtbar, die durch den Wechsel von Wachstums- und Ruheperioden – Winterzeit – entstehen.) Bei einem Schnitt quer durch den Stoßzahn eines Elefanten oder Mammuts sind mit bloßem Auge erkennbare, in Form rhomboidaler Maschen sich kreuzende, sogenannte Schreger’sche- oder Retzius-Linien zu sehen.
Oben: Längsschnitt durch den Stoßzahn eines Mammuts.
Unten: Längsschnitt durch den Stoßzahn eines Elefanten.
Oben: Längsschnitt durch den Stoßzahn eines Mammuts. Unten: Längsschnitt durch den Stoßzahn eines Elefanten.
 

Diese auch als Retzius-Muster bezeichnete Textur entsteht durch die beim Wachstum des Zahnes kegelförmig zur Spitze hin sich anlagernden Dentinschichten. Wenn die Maserung gut sichtbar ist, fällt auf, dass sie beim Elefanten stumpfwinkeliger ausgebildet ist als beim Mammut. Die Maserung und die Neigung zum Nachdunkeln des Elfenbeins ist gegen die Zahnbasis zu stärker als zur Spitze hin, wo das Material feinzelliger, dichter und härter ist. Von den künstlerisch verwertbaren und als Elfenbein bezeichneten Zahnmaterialien hat nur das des Elefanten und das des Mammuts eine Maserung.

<<Farbe des Elfenbeins
Schwarzes Elfenbein>>


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