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Molaren - Die Backenzähne des Elefanten
Sie erinnern in der Form an einen angeschnittenen Brotlaib
Molaren hat der Elefant pro Kieferast gleichzeitig höchstens zwei, die meiste Zeit jedoch nur einen. Mit drei bis vier Jahren fällt der vordere Backenzahn aus, ohne ersetzt zu werden. Durch Verschleiß bröckelt später der nächste vornweg langsam ab und wird von einem nachwachsenden und stetig nach vorn drückenden neuen Mahlzahn sukzessive verdrängt und ersetzt. Den Vorgang nennt man „horizontalen Zahnwechsel“. Durch den Abrieb entsteht eine Schräglage, von der die lat./griech. Bezeichnung Loxodonta africana, für den Afrikanischen Elefanten, abgeleitet wird. Loxodonta bedeutet griech. „der mit schrägen Zähnen“.
Im Laufe eines Elefantenlebens wachsen pro Kieferast nacheinander insgesamt sechs Backenzähne, die jeweils den abgenutzten Vorgänger ersetzen. Die Mahlzähne werden bis zu 35 cm lang, etwa ein Drittel so breit und bis 4 kg schwer. Wegen ihres ungleichmäßigen Gefüges können von den Mahlzähnen keine hochwertigen Schnitzarbeiten hergestellt werden. Sie sind aber durch die Möglichkeit, das Alter eines Tieres mit ihrer Hilfe, u. a. durch die Anzahl und Ausbildung der Schmelzfalten, zu ermitteln, interessant und erwähnenswert. Da das Ausmaß der Backenzähne sowie deren Haltbarkeit und die Anzahl der Schmelzfalten mit jedem Zahnwechsel zunimmt, kann unter Einbeziehung der Abnutzung das Alter eines Tieres ziemlich genau bestimmt werden.
Die Backenzähne sind es auch, richtiger gesagt deren Abnutzung bis zu kleinen Stummeln und letztlich ihr Fehlen, die bei freilebenden Tieren schließlich zum Tod führen. Je nachdem ob die Nahrung aus saftigen Grünpflanzen oder hauptsächlich aus hartem, vertrocknetem und mit Erde vermengtem Gras besteht, das mit dem Rüssel samt den Wurzeln ausgerissen wird, hat der Elefant etwa mit 50 (55–60) Jahren keine Mahlzähne mehr. Die Legenden von Elefantenfriedhöfen mit großen Mengen an Stoßzähnen, die von den Elefanten aufgesucht werden, wenn diese ihr bevorstehendes Ende fühlen, entstanden dadurch, dass sich altersschwache Tiere gegen Ende ihres Lebens von der Herde absondern.
Wenn nur mehr Reste der Backenzähne vorhanden sind und den Tieren das Zerkauen der Nahrung Schwierigkeiten bereitet, suchen sie die Nähe eines Gewässers auf, wo der Pflanzenwuchs saftiger ist. Trotz des besseren Nahrungsangebotes sterben sie bei völligem Fehlen der Molaren aber schließlich, da sie die großen Mengen an Grünfutter, die für einen ausgewachsenen Elefanten erforderlich sind, unzerkleinert nicht einmal mehr schlucken und noch viel weniger verdauen können.
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