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Mosaique
Aus der 2. Hälfte des 18. Jh. stammt eine mit dem französischen Fachausdruck bezeichnete Art von Objekten, die im allgemeinen der angewandten Kunst zuzuordnen sind.
Es handelt sich dabei um Flachreliefschnitzereien, die von einer gitterartig ausgeführten Durchbruchsschnitzerei umrahmt sind. Die Bezeichnung „Mosaïque“ bezieht sich entweder darauf, dass das Motiv wie ein Mosaik in dem umgebenden Grund eingesetzt wirkt oder aber, dass die das Motiv umrahmende gleichmäßig gebohrte gitterartige Durchbruchsschnitzerei an die Regelmäßigkeit eines aus gleichgeformten Plättchen bestehenden Mosaiks erinnert.
In deutschsprachiger Literatur findet man den Ausdruck Mosaïque in Verbindung mit Elfenbein oft unklar interpretiert. Manche Autoren kannten diese Art von Schnitzarbeiten offenbar nicht im Original und wussten mit dem franz. Terminus „Mosaïque“ nicht viel anzufangen, so schreibt Scherer z. B. von „merkwürdigen Flachreliefs auf Mosaikgrund“. (Bibl., Chr. SCHERER, o. J. [1905], S. 26).
In anderen Büchern wird hierfür der Ausdruck „Spitzengrund“ gebraucht und der Eindruck erweckt, dass bei silhouettierten Relief schnitzereien ein Untergrund aus textiler Spitze verwendet worden wäre. (Bibl., GRAESSE-JAENNICKE, 1916, S. 23).
Da es neben der franz. Bezeichnung keinen Fachausdruck für Mosaïque-Arbeiten gibt und auf solche Durchbruchsschnitzereien vor allem die Diepper Elfenbeinskulpteure spezialisiert waren, werden diese Arbeiten meist nach der an der Normandieküste liegenden Hafenstadt Dieppe benannt und als „Dieppe-Arbeiten“, „Dieppeworks“, „Carvings from Dieppe“, „Dieppesniderier“ etc. bezeichnet.
Typisch für solche Arbeiten sind z. B. der Altaraufsatz des Hausaltares und das mit einer Hängeöse versehene Basisstück des Weihwasserbehälters:
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Hausaltar
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Weihwasserbehälter
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